Verabschiedung der Gesundheits- und Krankenpflege-Schüler
Profis für Leben und Sterben

Die Absolventen mit einem Notenschnitt von 1,5 und besser (von links): Franziska Pfab, Dominik Greim, Miriam Höreth, Schulleiterin Claudia Winter, Viktoria Wiesinger, Oberbürgermeister Michael Cerny, Stefanie Scharl, Oberin Brigitte Wedemeyer, Therese Ernsberger, Pflegedirektorin Kerstin Wittmann, Manuela Biller und Klinikums-Vorstand Manfred Wendl. Bild: gf

Das Zeugnis und die Urkunde sind die Bestätigung, dass die Absolventen der Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege "professionell und kompetent" in der Pflege sind. Davon zeigte sich Schulleiterin Claudia Winter bei der Verabschiedung überzeugt.

Von 42 Absolventen bleiben 25 am Klinikum St. Marien. Früher hießen sie Krankenschwestern. Heute lautet die korrekte Berufsbezeichnung: Examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger.

Nicht sich selbst vergessen


Bei der Verabschiedung des Ausbildungsjahrgangs 2013 am Freitag im Klinikum St. Marien bestätigte Schulleiterin Winter mit der Aushändigung des Abschlusszeugnisses ausreichend berufliche Handlungskompetenz, um künftig eigenverantwortlich die Pflege der anvertrauten Menschen zu übernehmen, selbst beim Umgang mit Sterben und Tod. Claudia Winter hoffte, dass die Absolventen ihre berufliche Identität gefunden haben und dass sie Persönlichkeiten geworden seien, die für andere einstehen, ohne dabei sich selbst zu vergessen.

Klinikumsvorstand Manfred Wendl betonte, dass die Absolventen mit Ausdauer und Engagement einen wichtigen Abschnitt des Lebens, eine Ausbildung, abgeschlossen hätten. Pflegeberufe seien keine leichten Berufe und verlangen in physischer und psychischer Hinsicht einiges ab. Sie würden aber auch einen sicheren Arbeitsplatz garantieren, denn Pflege sei im Hinblick auf die demografische Entwicklung der Wachstumsmarkt der Zukunft. Berechnungen würden prognostizieren, so Wendl, dass der Anteil der über 65-Jährigen in den nächsten 20 Jahren auf 30 Prozent steige und die Anzahl der über 80-Jährigen werde sich bis 2035 nahezu verdoppeln.

Mit zunehmendem Alter steige zwangsläufig die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten und die Pflegebedürftigkeit, woraus sich eine stark ansteigende Tendenz für Pflegeberufe errechnen lasse. Wendl betonte, dass Arbeitsabläufe an Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ständig der neuesten Technik angepasst werden müssen. Pflegedienstdirektorin Kerstin Wittmann bestätigte dem Ausbildungsjahrgang 2013 eine gewisse Neugier, die aber zu hervorragenden Leistungen geführt habe, wenn es um die Auseinandersetzung mit Arbeitsaufträgen oder Eigeninitiative gegangen sei. Ein Beweis dafür sei das Projekt "Gründung einer Pflegekammer".

Sensibilität gelernt


Oberin Brigitte Wedemeyer ermahnte die neuen Gesundheits- und Krankenpfleger, im Patienten immer einen Menschen zu sehen, der Hilfe brauche. Drei Jahre Ausbildung seien nun vorbei und auf dem erlangten Wissen könne jeder seine Zukunft aufbauen. Im Namen aller Absolventen bedankten sich Lisa Wagner und Dominik Greim bei Schulleitung und Lehrkräften. Durch Umgang mit Krankheit und Tod hätten sie gelernt, sensibler zu sein und das Leben wertzuschätzen.

Die Ausbildung habe sie stressresistenter gemacht, aber auch lustige Zeiten beschert. Es koste schon Überwindung, Gerüche wahrzunehmen und sich dabei nichts anmerken zu lassen, dazu immer freundlich sein, auch wenn es schwer war, über manchem Kommentar zu stehen. Für ihren Abschluss mit 1,5 und besser wurden Dominik Greim, Miriam Höreth, Stefanie Scharl, Viktoria Wiesinger, Manuela Biller, Franziska Pfab und Theresa Ernsberger geehrt.
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