Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte 40 Jahre alt
Anker für Behinderte

Einen regelrechten Ansturm gab es auf das verlockend bestückte Kuchenbuffet beim Sommerfest des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte anlässlich dessen 40-jährigen Bestehens. Bild: ads

Am Wagrain feierte eine Einrichtung Geburtstag, die man erfinden müsste, würde es sie nicht schon geben. Der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte ist 40 Jahre alt geworden und weit entfernt von der Midlife-Crisis.

"Nicht behindert zu sein, ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann", mit diesem Zitat von Dr. Wilhelm Pfeffer begrüßte Vorsitzende Hildegard Choynowski die Gäste des Sommerfestes, das heuer ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestehens stand. Mit rund 85 Mitgliedern sei der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte ein kleiner Verein. "Unser Ziel ist es, Menschen mit Behinderung zu unterstützen, ihnen Angebote zu machen, ihnen zu einem selbstständigeren, eigenverantwortlicheren und aktiveren Leben zu verhelfen", betonte Choynowski. Seit sieben Jahren steht sie an der Spitze.

Neue Aufgaben


Choynowski erinnerte, dass die Vereinsgründung vor 40 Jahren auf eine Eigeninitiative von Eltern zurückgehe, deren Kinder mit Behinderungen zur Welt gekommen seien. Inzwischen sind diese Kinder erwachsen geworden und der Schwerpunkt des Vereins habe sich von der Unterstützung behinderter Kinder und deren Eltern, auf die Unterstützung behinderter Senioren und ihrer pflegenden Angehörigen verlagert. Seit 1991 verfüge der Verein über ein eigenes Heim in der Dr. Klug-Straße 24a am Wagrain. Mitarbeiter im Team seien neben den ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern eine stundenweise beim Verein beschäftigte sozialpädagogische Fachkraft und weitere ehrenamtliche Helfer. Der Verein verfüge laut Choynowski über vier behindertengerecht ausgestattete Fahrzeuge. Zum Angebot zählten Information und Beratung bei persönlichen und familiären Problemen, bei Fragen über Hilfsmittel und gesetzliche Regelungen, beim Umgang mit Behörden und Krankenkassen, aber auch der Behindertenfahrdienst und der Begleitdienst.

Regelmäßige Treffs


Gut angenommen würden die Freizeitmaßnahmen mit regelmäßigen Nachmittagstreffs im Vereinsheim, kleineren Ausflügen in die Nähe, Spaziergängen, Tages- und Mehrtagesfahrten. Die Vorsitzende verwies weiter auf die "Junge Erwachsene-Gruppe", die sich monatlich treffe. Kinobesuche, Karaoke- und Spieleabende, Zoobesuche und Kegeln stünden hier auf dem Programm, wobei der Verein über ein spezielles Kegelgestell verfüge, um auch körperlich stark eingeschränkten Menschen das Kegeln zu ermöglichen.

Choynowski lud anlässlich des 40-jährigen Bestehens alle Mitglieder zu Kaffee und Kuchen ein. Später wurde dann für eine deftige Brotzeit der Grill auf der Terrasse angeheizt. Rundum zufrieden gaben sich die Verantwortlichen am Abend mit der hervorragenden Resonanz auf das Sommerfest.
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