Vergleichsschießen der Behörden
Vom Büro an den Schießstand

Der Experte spricht vom sitzend aufgelegt Schießen. Beim Vergleichwettkampf der Behörden war das am Samstag in Gailoh gängige Praxis. Bilder: e (2)

"Zivilmilitärische Zusammenarbeit - das ist beileibe kein Selbstzweck, denn Katastrophenschutz als Teil des Heimatschutzes geht uns alle an." Da war sich Oberstleutnant Stephan Koller beim oberpfalzweiten Gästeschießen sicher.

Amberg. (e) Im Zuge der dieser Zusammenarbeit berät das Landeskommando mit seinen Regionalstäben zivile Behörden. Diese Verbindung wird durch das seit 2007 bestehende Bezirks- und Kreisverbindungs-Kommando aufrechterhalten. "Diesen Auftrag nehmen wir sehr ernst. Wir werden alles tun, um die Bundeswehr bei Bedarf schnell und wirkungsvoll gemäß ihrer Bedürfnisse und Anforderungen zur Wirkung zu bringen", sagte Koller, der Beauftragte für die zivilmilitärische Zusammenarbeit. Dazu gehört laut Oberst Franz Reimer, Kommandeur des Regionalstabes Ost in Bogen, die Bundeswehr den zivilen Organisationen darzustellen, Kontakte zu pflegen. Das erhöhe im Katastrophenfall die Schlagkraft der Einsatzgruppen.

Gute Kontakte und kurzer Draht - ein probates Mittel dafür ist das jährliche Gästeschießen, das am Samstag auf dem Schießplatz in Gailoh stattfand. Den sogenannten Blaulicht-Organisationen und den Ansprechpartnern im Netzwerk Zivilmilitärische Zusammenarbeit soll damit die Verbundenheit dokumentiert und für das seit nun neun Jahren bestehende Miteinander gedankt werden. So hat es an Teilnehmern in Gailoh nicht gemangelt. Aus der ganzen Oberpfalz waren 106 Schützen dabei, davon 68 zivile Vertreter der Behörden. Dabei waren: Bundeswehr, Polizei, THW, Feuerwehr, Gemeinden und Landkreise, Stadtverwaltungen und Gemeindeparlamente. Die Städte Amberg und Weiden waren ebenso vertreten, wie die US-Streitkräfte. Geschossen wurde mit dem Gewehr G 36 auf 10er Ringscheiben aus einer Distanz von 100 Metern. Rund 1000 Schuss wurden abgefeuert, sitzend aufgelegt, wie das im Jargon heißt.

Auf meisterliche Leistungen kam es nicht an, und der strömende Regen beeinträchtigte wohl das Büchsenlicht, aber nicht die Motivation der Schützen. "Wir können uns auch beim gemeinsamen Einsatz das Wetter nicht wünschen", nahm es Oberst Reimer mit Humor. Nach dem Schießen bestand ausreichend Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Bei den Frauen gewann Ammerthals Bürgermeisterin Alexandra Sitter mit 87 Ringen vor Andrea Troidl (Stadträtin Neunburg vorm Wald) und Ricarda Grünig (Stadt Weiden).

Bei den Männern war Christoph Paul vom Chamer Landratsamt am besten. Er verwies Ludwig Althammer (THW Cham) und Johannes Spachtholz (Landratsamt Tirschenreuth) auf die Plätze. Vierter wurde Max Sonnleitner (Feuerwehr Cham). Alle vier hatten nach dem ersten Schießen 100 von 100 möglichen Ringen geschossen, beim Stechen setzte sich Christoph Paul durch.
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