Verstärkung für Patientenfürsprecher

Ulrike Lösch arbeitet im Team der Patientenfürsprecher am Klinikum St. Marien mit. Bild: hfz
"Ehrenamtliche gesucht, die die Patienten des Klinikums St. Marien in den unterschiedlichsten Belangen unterstützen möchten", hatte es im vergangenen Oktober geheißen. Mittlerweile ist diese Unterstützung für das bereits bestehende Team der Patientenfürsprecher gefunden: Ulrike Lösch aus Sulzbach-Rosenberg ist die "Neue" im Bunde.

"Ich habe damals den Aufruf in der Zeitung gelesen", so die 43-Jährige. "Ich finde, dass die Patientenfürsprecher am Amberger Klinikum eine gute Sache sind und deshalb habe ich mich dafür beworben." Ulrike Lösch ist laut Klinikumsvorstand Manfred Wendl sehr gut für Arbeit als Patientenfürsprecherin geeignet. Als gelernte Krankenschwester kenne sie sich mit den Abläufen in einem Krankenhaus aus und könne sich so auch in die Sicht der Mitarbeiter gut hineinversetzen. Lösch leidet laut einer Pressemitteilung des Klinikums an einer rheumatischen Erkrankung und musste deshalb ihren Beruf aufgeben. Jetzt ist sie in Frührente und wollte wieder etwas machen, womit sie Menschen helfen könne. "Ich denke, dass es von Vorteil ist, dass ich aus dem Beruf komme. Durch ihre Krankheit kenne sie auch die Patientenseite sehr gut. "Ich war und bin immer noch selbst viel in Krankenhäusern und weiß deshalb, wie es auf beiden Seiten aussieht. Das hilft mir dabei, wenn nötig zwischen Patienten, Pflegepersonal und Ärzten zu vermitteln."

Seit Mai ist die Sulzbach-Rosenbergerin im Einsatz. Montags und donnerstags sind die Fürsprecher im Klinikum. Im zweiwöchigen Rhythmus wechselt sich Lösch donnerstags mit einem Kollegen ab. "Zu uns kommen unterschiedliche Menschen, mit unterschiedlichen Anliegen", erzählt sie. Die Patienten seien oft in einer emotionalen Ausnahmesituation - da reagiere man auf vieles anders, als man es unter normalen Umständen tun würde. Man höre vielleicht vor lauter Aufregung nicht immer genau zu und verstehe nicht, was Ärzte oder Pflegekräfte erklären. "Unsere Aufgabe ist es dann, genau zuzuhören und die Sorgen und Anliegen der Patienten ernst zu nehmen und uns für ihre Belange einzusetzen." Vieles lasse sich so auf dem kleinen Dienstweg klären.

Einen Rat hat sie für Patienten: "Viele kommen erst zu uns, wenn sie das Krankenhaus schon wieder verlassen haben. Dann haben sie sich den gesamten Klinikaufenthalt über etwas geärgert, was vielleicht ganz leicht aus der Welt zu schaffen gewesen wäre. Nachher ist es dann immer schwierig, etwas zu tun." Wer ein Problem habe, solle sofort zu den Patientenfürsprechern kommen. "So können Missverständnisse schnell aus dem Weg geräumt werden."
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