Viele auffällige Verkehrssünder
Leichtes Spiel für die Polizei

Manche Wochenenden sind hart für die Polizei. An anderen machen es die Verkehrssünder den Beamten einfach nur leicht.

Wie etwa der 20-Jährige aus dem Landkreis Schwandorf, der am Samstag um 0.55 Uhr mit seinem BMW an der Kreuzung von Pfalzgrafenring und Sulzbacher Straße vor einer roten Ampel stand und dabei die Reifen seines heckbetriebenen Autos durchdrehen ließ, bis die Lauffläche qualmte. Klar, dass sich eine Streifenbesatzung der PI für die Rauchwolke interessierte, die mit Lärm- und Geruchsbelästigung verbunden war. Dem 20-Jährigen brachte sie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige ein.

Auch ein 17-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis, der 20 Minuten später mit seinem KTM-Mofa an einer Streife der PI vorbeifuhr, hätte sich schlauer anstellen können. Er war nämlich ohne Kennzeichen unterwegs, was eine Kontrolle geradezu herausforderte. Ergebnis: Das Mofa lief etwa 60 km/h, obwohl nur 25 zulässig sind. Der 17-Jährige konnte zudem weder Führerschein noch die Versicherung dafür vorweisen. Seine Anzeige lautet auf Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung.

Um 4.58 Uhr in derselben Nacht erregte ein 24-jähriger US-Soldat in der Marienstraße die Aufmerksamkeit einer Streife, weil er mehrmals vom Parkplatz in die Straße und wieder zurück zum Parkplatz fuhr. Der Polizeibericht schildert den Mann als "deutlich angetrunken". Er musste den Autoschlüssel abgeben und sich im Klinikum Blut nehmen lassen.

Bereits am Freitag um 17.45 Uhr hatte ein Rentner (83) aus Amberg mit seinem Opel Meriva in Höhe des Anwesens Kugelfang 19 einen geparkten Daimler Chrysler angefahren und sich dann aus dem Staub gemacht. Sein Pech war, dass eine Zeugin alles beobachtet hatte. Die Polizei fand heraus, dass der Rentner fast 1 Promille hatte, was zwei Blutentnahmen im Klinikum nötig machte. Am Opel entstand ein Schaden von etwa 1500 Euro, am geparkten Daimler dürfte er rund 1000 Euro betragen.

Um 22.45 Uhr war dann ein Amberger (36) mit einem Fahrrad der Marke Lakota, das ihm nicht gehörte, auf dem Kurfürstenring unterwegs. Das Licht hatte er nicht eingeschaltet, dafür fuhr er in Schlangenlinien. Der Grund waren offensichtlich die mehr als 2 Promille Blutalkohol, die eine Blutentnahme im Klinikum nach sich zogen. "Der Eigentümer des Fahrrades kann sein Mountainbike gegen Eigentumsnachweis bei der Polizeiinspektion abholen", heißt es im Pressebericht der PI.

Eine überlaute Auspuffanlage, ein unbefestigtes Steuergerät, der Fahrtrichtungsanzeiger als Dauerlicht und eine nicht vorhandene Allgemeine Betriebserlaubnis führten wenige Minuten später auf dem Kurfürstenring dazu, dass der Honda Civic eines Azubi (19) aus dem nördlichen Landkreis sichergestellt und abgeschleppt wurde. Eine Prüfstelle wird den Pkw auf seine Verkehrssicherheit testen.
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