Volles Haus bei Schulkonzert
Publikum begeistert von jungen Musikerinnen

Das ist nicht der große Schulchor, denn der hat glatt 40 junge Damen auf der Bühne versammelt. Hier steht der Kinderchor des Gymnasiums, der passenderweise "Nette Begegnung" sang, was auch die Zuhörer so empfanden. Bilder: Huber (2)
 
Sie singen nicht nur Silbermond-Songs, sondern sehen auch fast so aus.

Wenn die Decker-Schulen zum Konzert bitten, dann ist stets ein volles Haus garantiert und die Besucher können sich auf überraschende und gut präsentierte Beiträge freuen. Das war in den zwei jüngsten Vorstellungen nicht anders.

Von Helmut Fischer

Dabei hatten sich die Veranstalter diesmal etwas Neues einfallen lassen: Eine Moderatorin führte durch die einzelnen Beiträge. Anna Katharina Kersting machte das bestens, überbrückte die Zeit zwischen den Stücken professionell. Wie bei jedem der bisherigen Schulkonzerte waren auch die Präsentationen der Chöre erneut klasse.

Das begann mit dem von Regina Fibich-Wiesmeth geführten Kinderchor des Gymnasiums. Mit rund 25 Mädchen stellte er sich, auswendig singend, mit vier Liedern vor. Wechselnde Gruppenanordnungen machten die Darbietungen spannend, gute Textverständlichkeit und erstaunlich sichere Stimmmführungen überzeugten. "So wie du" und "Nette Begegnungen" waren die Highlights, die mit viel Beifall bedacht wurden.

Den gleichen Applaus verdiente sich der Kinderchor der Realschule. Etwa 20 Mädchen brachten zunächst, unterstützt von Bongo und Schlagstock, einen traditionellen Zulu zum Klingen, fesselten dann mit Peter Maffays Tabaluga-Song "Irgendwo und tief in mir bin ich ein Kind geblieben" und setzten mit dem Ohrwurm, der nicht aus dem Gehörgang gehen wollte, zur Freude des Publikums noch eins drauf. Mit Disziplin, Schwung und guter Textverständlichkeit beeindruckten die jungen Sängerinnen.

Träumen mit den Füßen


"Tanzen ist Träumen mit den Füßen" - so machte die Moderatorin neugierig auf die Darbietung der Traumtänzerinnen des Gymnasiums. Mit "Mashup", einem Mix aus verschiedenen Hits, zeigten sieben Mädchen in einer effektvollen Choreographie eine sowohl sportlich-akrobatische, wie auch ausdrucksstarke Vorstellung, die perfekt dargeboten und bestens koordiniert war.

Nach der Pause überraschte die neugegründete Schulband mit zwei guten Präsentationen. Zwei Gitarren, Schlagzeug, Keyboard, Saxofon und Sängerin brachten "Wonderwall" von Oasis eindrucksvoll zur Geltung und ernteten mit "Irgendwas bleibt" von Silbermond große Anerkennung des Publikums. "Es ist die Crème de la Crème", so kündigte die Moderatorin den Kammerchor an. Und die Damen beeindruckten nicht nur durch ihr einheitliches Outfit, sie brachten auch drei tolle Lieder.

Mit Franz Hanauska am Flügel gab es schon den erwarteten Aha-Effekt bei "Ain't she sweet", das schwungvoll, rhythmisch und mit geübter Stimmkultur gesungen wurde. Stressfreie Höhen hörte man beim "Orinoco-Flow" und mit "When will I see you again" rundeten sie ihren gelungenen Auftritt ab. Barocken Glanz vermittelten Elisabeth Donhauser und Lena Graf mit strahlenden Trompetenklängen bei "The Prince of Denmark", am Klavier souverän begleitet von Carmen Huber. Karin Prechtl und Kristin Gräml verzauberten mit ihren Klarinetten bei der melodiösen Händel-Arie "Lascia ch'io pianga" mit weicher, warmer Tongebung das Publikum.

Zur Krönung "42nd Street"


Das Bläserensemble, bestehend aus je zwei Trompeten und Klarinetten sowie drei Saxofonen, hatte zunächst mit dem Springtanz von Prätorius einen swingenden Einstand und ließ dann die Eurovisions-Fanfare mit klasse Instrumentenbeherrschung zu einem Erlebnis werden. Wie stets machte der große Schulchor den Abschluss des Konzerts.

Rund 40 Sängerinnen standen da auf der Bühne und brachten mehrstimmigen Schwung zum Klingen, zunächst mit zwei englischen Songs. Zur Krönung produzierten sie mit Beteiligung von Trompeten, Klarinetten und Saxofonen "42nd Street", einen tollen, swingenden, mitreißenden Sound, der begeistert gefeiert wurde.

Mit Instrumenten und Solo-GesangAuch instrumental stand bei den beiden Schulkonzerten am Wochenende einiges auf dem Programm. Katharina Irler spielte am Klavier ein melodiöses "New Age" mit gutem Anschlag und sicherer Interpretation. Mit Lehrerin Iwona Simonides präsentierte sich ein prächtiges Querflötenensemble mit zwei sauber und rhythmisch souverän geblasenen Stücken, wobei besonders das originelle, schwungvolle "A Pirate's Life", spritzig mit guter Intonation und gepflegtem Tonsatz gespielt, viel Beifalls erhielt. Mit zwei Duetten stellten sich ferner solo singend Julia Eikam und Hanna Reinhardt vor. Bei Lloyd Webbers "All I ask of you" und mit "O happy Day" zeigten sie, dass auch dieser Gesang in den Schulen gefördert wird und Platz findet.
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