Von der Natur abgeschaut

Fasziniert waren die Sechstklässlerinnen, als ihnen die Schülerinnen des P-Seminars beim Bionik-Tag erklärten, welche Phänomene aus der Natur der Mensch abschaute und zum Beispiel den Klettverschluss oder das Imprägnierspray entwickelte. Bild: hfz

Das Wort Bionik setzt sich zusammen aus Biologie und Technik. Gemeint ist damit, dass der Mensch natürliche Phänomene wie die Klette zunutze gemacht hat und daraus den Klettverschluss entwickelte.

Mit Themen wie diesen hat sich das P-Seminar Bionik der zwölften Klasse des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums beschäftigt. An einem Bioniktag stellten nun die Seminar-Teilnehmerinnen den Sechstklässlerinnen spannende Fakten der Natur vor. In fünf Gruppen mit den Oberthemen "Formstabile Wunderbauten", "Der Traum vom Fliegen", "Wie ein Fisch im Wasser", "Der Lotus-Effekt" und "leicht, stark, optimiert" stellten jeweils zwei oder drei Oberstufenschülerinnen ihr vorbereitetes bionisches Phänomen vor.

Oberflächen getestet


Dazu wurden nach einem kleinen Memoryspiel und einer kurzen allgemeinen Einführung zum Thema Bionik die Schülerinnen der sechsten Klassen in Gruppen von jeweils fünf Mädchen aufgeteilt und einem Themenfeld zugewiesen. In spannenden Versuchen, bei denen die jungen Schülerinnen das Gehörte mit eigenen Augen sehen konnten, wurden zum Beispiel verschiedene Oberflächen getestet - ob sie Wasser abperlen lassen, wie es bei der Lotuspflanze der Fall ist.

Darauf folgte eine kurze Erklärung der biologisch-chemischen Hintergründe: Die geriffelte, wasserabweisende Oberfläche der Lotuspflanze ist der Grund dafür, weshalb sich kreisrunde Tropfen bildeten. Diese Oberflächenstruktur wurde in einem weiteren Versuch auf einen Löffel künstlich mit Ruß aufgebracht; dort perlte nun das Wasser ebenso wie bei den Pflanzen perfekt ab. Diese Eigenschaft machte sich der Mensch zunutze. Der Lotus-Effekt war Vorbild für Entwicklungen wie Imprägniersprays für Textilien. Die Schülerinnen staunten nicht schlecht über die Genialität der Natur.

Auch durften die jungen Forscherinnen selbst etwas basteln, so etwa beim Traum vom Fliegen, wo ein nachgebauter Ahornsamen und seine Flugbahn genauer untersucht wurden. Etwa 20 Minuten brauchten die Zwölftklässlerinnen, um ihr Themenfeld vorzustellen. Danach wechselten die Gruppen der Sechstklässlerinnen zum nächsten bionischen Themenfeld und ließen sich erneut überraschen und beeindrucken. Nach einer kurzen Pause, in der es selbstgemachte Muffins und einige Süßigkeiten gab, ging es weiter. Als sich der Bioniktag dem Ende zuneigte, blickten die P-Seminar-Schülerinnen in die strahlenden Augen der interessierten Sechstklässlerinnen. Diese sagten, sie hätten alle viel Spaß gehabt, viel gelernt, die Versuche der hätten sie schwer beeindruckt.

Buttons zur Erinnerung


Als kleine Erinnerung erhielten sie einen von den Oberstufenschülerinnen designten Bionikerin-Button. In den nächsten Wochen können sich auch noch die restlichen Schülerinnen des Gymnasiums und der Realschule auf den ausgestellten Stellwänden genauer zum Thema Bionik informieren. Hier sind zu jedem Thema des Projekttages die wichtigsten Informationen festgehalten.
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