Wahrzeichen der Malteserbrauerei aufwendig restauriert
Alte Maschine hat immer noch Dampf

So sieht sie aus, die Dampfmaschine der Malteserbrauerei. Bild: Hartl

Einst war die Malteserbrauerei eine der größten ihrer Art in Amberg. "Sie lieferte Kisten und Fässer weit über die Grenzen der Stadttore hinaus. Anfang des 20. Jahrhunderts war sie eine der modernsten überhaupt", erklärte Stadtrat Helmut Weigl bei der Veranstaltung "Kirche und Wirtshaus mit Pfiff"(wir berichteten). Sein Planungsbüro befindet sich im ehemaligen Maschinenhaus der Brauerei. Ein besonderer Blickfang in dem sonnendurchfluteten Gebäude bietet die große restaurierte Dampfmaschine inmitten des Büroraums.

"Als wir damals begonnen haben, das Gebäude zu renovieren, war die Maschine in einem wirklich schlechten Zustand. Die Umbauarbeiten haben sie ebenfalls sehr in Mitleidenschaft gezogen." Es stellte sich die Frage, wie es mit der historischen Maschine weitergehen sollte. Dann schließlich, im Jahr 2012, fand sich einer, der sich der Aufgabe gewachsen sah. Der gelernte Maschinenschlosser Dietmar Beckert begann damit, die alte Dampfmaschine von Januar bis August in etwa 300 Arbeitsstunden in aufwendiger Kleinarbeit zu restaurieren. "Ich war schon immer davon begeistert, wie solche alten Maschinen funktionieren. Viele Teile haben ganz gefehlt. Es war nicht einfach, Firmen zu finden, die die entsprechenden Teile herstellen konnten", erinnerte er sich.

Heute sieht das historische Denkmal aus, als ob es seit jeher gehegt und gepflegt worden wäre. Damals war der Aufwand, um ein solches Gerät nach Amberg zu transportieren, enorm. "Hergestellt wurde die Maschine in Augsburg. Dort wurde sie erst zusammengebaut, um zu sehen, ob sie funktioniert. Danach wurde sie wieder demontiert und in einen Güterzug verladen. In Amberg dann wurden die einzelnen Teile der tonnenschweren Turbine mit Pferden vom Bahnhof bis zur Brauerei gezogen", wusste Dietmar Beckert.
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