Wallmenich-Haus feiert Weihe seiner Kapelle durch Bischof Rudolf Graber 1966
Kirwa samt 50-jährigem Patrozinium

Klar gehört zu einer Kirchweih inklusive Jubiläums-Patrozinium auch das Austanzen des hauseigenen Kirwabaums. Das war neben dem Festgottesdienst in Erinnerung an die Weihe der Kapelle ein weiterer Höhepunkt beim Fest im Clementine-von-Wallmenich-Haus. Bild: ads

Mit seiner traditionellen Kirchweih feierte das Clementine-von Wallmenich-Haus ein besonderes Patrozinium. Denn vor 50 Jahren im Mai 1966 war die Kapelle des Hauses von Bischof Rudolf Graber dem Heiligen Nepomuk geweiht worden.

Bereits am Vortag stellten kräftige Mitarbeiter den weiß-blau geschmückten Kirwabaum auf. Hausmusikant Hans Bumes spielte dazu auf der Quetschn und sorgte für Stimmung bei den durch das Treiben im Innenhof des Gebäudes angelockten Bewohnern. Nach getaner Arbeit wurde mit einem Gläschen Bier oder Radler auf den schmucken Baum angestoßen, und die Teilnehmer ließen es sich nicht nehmen, ihr eigens gedichtetes Lied auf die Kirwazeit anzustimmen.

Festgottesdienst mit Prälat


Der folgende Tag stand ganz im Zeichen des Festes, das kulinarisch mittags eingeläutet und mit frischen Kücheln am Nachmittag fortgesetzt wurde. Ein Höhepunkt der Kirchweih war natürlich der Festgottesdienst mit Prälat Hans Roidl, den die Stauber Moidl'n aus Atzmannsricht mit ihrem Gesang unter der Leitung von Rita Butz an der Zither musikalisch gestalteten. In seiner Predigt erinnerte der Pfarrer an die Weihe der Kapelle vor 50 Jahren und ging sowohl auf ihre als auch auf die Geschichte des Hauses ein, das eine Wandlung vom einstigen Waisenhaus zum Senioren- und Pflegeheim erfahren habe.

Mit dem Bau am Haager Weg sei auch die Kapelle des Heiligen Nepomuk eingerichtet worden, so dass Kirchweih und Patrozinium seit jeher zusammenfallen. Nachdem das Waisenhaus geschlossen und das Gebäude samt Gelände zum Verkauf gestanden habe, hatte es laut Roidl die Schwesternschaft Wallmenich-Haus erworben und an diesem Standort das Alten- und Pflegeheim errichtet.

"Der Bauabschnitt mit der Kapelle blieb in seiner ursprünglichen Form erhalten, und so feiern jetzt seit 2004 nicht mehr die Waisenkinder von Amberg, sondern die Senioren ihre eigene Kirchweih", erläuterte der Prälat. Zum Ende des Gottesdienstes nutzte Einrichtungsleiterin Tatjana Richter die Gelegenheit, Roidl für sein reges Engagement fürs Haus zu danken und Oberin Brigitte Wedemeyer als "Initiatorin, Ideengeberin, treibenden Motor und ständige Befürworterin für den Wandel des Gebäudes vom ehemaligen Waisenhaus zum Seniorenheim" zu würdigen.

Anschließend ließen sich die Gottesdienstbesucher zum weltlichen Teil der Kirchweih auf die Terrasse sowie in den Wintergarten und Saal des Hauses einladen. Das Baumaustanzen mit jungen Kirwapaaren, instrumentell unterstützt durch Mathias Meier an der Quetschn, war dann ein weiterer Höhepunkt.

O'zapft is im Pflegeheim


Dazwischen zapfte die neu gewählte Heimbeiratsvorsitzende Elfriede Hellbach mit Unterstützung von Horst Wedemeyer das erste Fass Festbier an, mit dem auf das insgesamt gelungene Jubiläumsfest angestoßen wurde. Bewohner, Angehörige und Gäste aus den Betreuten Wohnanlagen St. Sebastian und Am Mariahilfberg nahmen ebenso begeistert teil.
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