Wanderung auf Mariahilfberg liefert viele Informationen
Fledermäuse hautnah

Den Mariahilfberg kennt jeder, und was Fledermäuse sind, wissen auch alle. Die Kombination aus beiden war aber für viele der Teilnehmer neu. In Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz hatte die Umweltwerkstatt zu einer Fledermauswanderung eingeladen. Die 25 Neugierigen, darunter auch viele Kinder, erfuhren bei dem zweieinhalbstündigen Spaziergang viel über die nachtaktiven Tiere sowie deren Körperbau, Kommunikation, Beute- und Jagdverhalten.

Von den 25 Fledermausarten, die in Bayern bisher nachgewiesen werden konnten, leben laut einer Pressemitteilung "erstaunlich viele in Amberg rund um den Mariahilfberg". Bisher seien dort 13 verschiedene Arten beobachtet worden. Die Tiere lieben demnach die alten und großen Bäume, in denen vor allem in den Sommermonaten Quartier bezogen wird. Zusätzlich habe das Umweltreferat der Stadt mit dem LBV spezielle Fledermauskästen angebracht, die regelmäßig kontrolliert werden.

Vorsichtig nahm Thilo Wiesent, der die Wanderung leitete, eine Fledermaus aus einem Kasten heraus und zeigte sie seinen Zuhörern genauer. Besonders gut zu erkennen waren die Flügel. Zudem hatte der Referent noch Tipps für alle, die ein verirrtes oder verlorengegangenes Exemplar finden: Am besten sollte man Türen und Fenster weit öffnen, um den Weg nach draußen freizumachen.

Ist das Tier verletzt oder erschöpft, sollte man sich an den LBV wenden, dessen Helfer sich dann kümmern. Es sei aber nicht ungefährlich, eines der fliegenden Säugetiere anzufassen, da Fledermäuse fest zubeißen und Krankheiten übertragen können.
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