Was das Zika-Virus bedeutet – und was nicht: Der Reisemediziner Dr. Klaus Ebenburger über Impfschutz bei exotischen Reisezielen
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Ein Virus ist nichts gutes – im besten Fall transportiert es die Botschaft: „impfen ist der wirksamste Schutz vor Krankheiten!“ gegen das Zika-Virus gibt es derzeit noch keine impfung, der einzig wirksame Schutz besteht darin, Stiche der Überträgermücke zu vermeiden. Die Zika-Erkrankung ist deswegen so heimtückisch, da sie für Erwachsene, ähnlich einem grippalen infekt, harmlos, für ungeborene Kinder im Mutterleib jedoch ganz außerordentlich gefährlich verläuft. Auf Touristen lauern in exotischen Ländern generell vielfältige gefahren: Gelbfieber, Malaria, Hepatitis, Tollwut … Die Wahrscheinlichkeit, sich in Afrika und Lateinamerika mit einer dieser gefährlichen Krankheiten anzustecken, ist groß – ohne Impfung kann aus dem Abenteuer Urlaub sehr schnell ein gesundheitliches Abenteuer werden.

Das Zika-Virus verbreitet sich, übertragen durch Stechmücken, in ganz Lateinamerika und in der Karibik. Einzig wirksamer Schutz: Mückenstiche vermeiden. Für die einheimische Bevölkerung ist dies eine Katastrophe, denn es verursacht bei ungeborenen Kindern im Mutterleib nach aktuellem Wissensstand schwere Schädigungen. Weil der Erkrankungsverlauf harmlos ist und die Beschwerden nach einer Woche abklingen, gehen viele Menschen, auch Schwangere, nicht zum Arzt. Mit fatalen Folgen: Dort, wo Zika umgeht, wurden ungewöhnlich viele Babys mit einer Schädelfehlbildung geboren. Für Touristen, die nach Lateinamerika, auch nach Brasilien, reisen, sieht Dr. Klaus Ebenburger keine Gefahr durch das Zika-Virus – sofern bei Frauen keine Schwangerschaft vorliegt und eine solche auch noch sechs Wochen nach dem Verlassen des Zika-Gebietes sicher verhütet wird. Der Mediziner legt den Fokus der gesundheitlichen Bedrohung vielmehr auf die Gefahr der Gelbfieberinfektion (durch die gleiche Mückenart!), der Hepatitis, Cholera, Typhus und Malaria. „Die Malaria ist gerade auch für Schwangere eine ganz außerordentlich gefährliche Erkrankung für Mutter und Kind, sie kann zu schweren Schädigungen oder zum Tod des ungeborenen Kindes führen.“

Tollwut ist in ganz Südostasien weit verbreitet, Hunde, Katzen, Affen und allerlei Kleintiere können Überträger sein. Der Biss oder Kratzer einer tollwutinfizierten Katze erfordert bei Nichtgeimpften die sofortige Behandlung mit einem speziellen, vor Ort meist nicht verfügbaren Immunglobulin: Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn nach Ausbruch der Erkrankung führt diese unweigerlich zum Tod. Wer in exotische Länder reist, für den sind individuelle Impfungen, je nach Reiseland, dringend geboten. Dr. Klaus Ebenburger: „Impfungen sind unbedenklich und in der Regel sehr gut verträglich.“ Oft genügt ein einziger Piks für einen sicheren Impfschutz (Gelbfieber), manchmal sind zwei oder drei Injektionen notwendig (Tollwut, Hepatitis). Zum Schutz gegen Malaria wird bei Reiseantritt vorbeugend ein Medikament eingenommen.

In der Amberger Praxis für Reisemedizin werden alle erforderlichen Impfungen kompetent und schonend durchgeführt.
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