Was die Nachnamen verraten
Es fränkelt in Amberg

Von Elisabeth Saller

Amberg. Kabarettist Michl Müller, der Michael-Müller-Verlag in Erlangen, Mathematiker, Astronom und Verleger Johann Müller aus Königsberg, der erste CSU-Vorsitzende Josef Müller ("Ochsensepp") oder die Weinrebe Müller-Thurgau: Müllers beherrschen Franken.

Zu demselben Ergebnis kamen auch die Mainzer Forscher des Projekts "Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands": Müller ist der Nachname, den die meisten Franken tragen. Außerdem ist Müller in der Bundesrepublik der häufigste Familienname.

Bayern ist in vielem anders, auch beim Namen: Hier macht Huber das Rennen. Gleichstand zwischen Müller und Huber herrscht beim Thema Einfachheit: Namensträger müssen sich selten buchstabieren.

Und wie sieht es namenstechnisch in Amberg aus? 58 zu 287, weiß das Einwohneramt. "So deutlich", sagt Thomas Graml, Pressesprecher der Stadt Amberg. Nur 58 Mal kommt der Familienname Huber in der Stadt vor. Fast fünfmal so häufig gibt es die Herren und Frauen Müller.

Zählt man im Telefonbuch nach, stehen auf der Rangliste auch noch Schmidt (89 Einträge), Meier (74) und Schmid (61) vor Huber. Es könnten sogar noch etwas mehr Einwohner mit diesen Nachnamen sein - denn längst nicht jeder lässt sich im Telefonbuch aufführen.

Vom Nachnamen her fränkelt es in Amberg also gewaltig. Vergleicht man die Ergebnisse mit der deutschlandweiten Studie, ist Amberg jedoch durchschnittlich: Müller an erster und Schmidt an zweiter Stelle.
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