Was kostet das Trinkwasser?
Amberg mit am billigsten

Im Wasserwerk Engelsdorf laufen die Rohre zusammen. Von hier aus wird ein Großteil Ambergs mit Wasser versorgt. Bild: Hartl

Amberg gehört wieder einmal zu den Top-Adressen in Deutschland: diesmal bei den Kosten des Trinkwassers. Das Internetportal billiger.de hat sich die Mühe gemacht, die Wasserpreise in 122 deutschen Städten zu vergleichen. Die Stadt Amberg schneidet demnach mit 215 Euro Gesamtkosten pro Jahr für einen Familienhaushalt (366 Liter Tagesverbrauch) mit am besten ab. Nur in Heide (Schleswig-Holstein) und im oberbayerischen Ingolstadt bieten kommunale Versorger Wasser noch günstiger an.

Der Amberger Preis (1,96 Euro Grundpreis pro Monat und 1,43 Euro pro Kubikmeter) weicht um 36 Prozent vom ermittelten Durchschnittspreis in Deutschland ab. Das weiß auch Karoline Gajeck-Scheuck von den Stadtwerken. "Wir haben den Wasserpreis in den vergangenen Jahren stabil gehalten", sagt die Sprecherin des städtischen Unternehmens. Die letzte Preisanpassung habe es im Jahr 2000 gegeben. In der Gruppe der Städte mit günstigem Wasserpreis finden sich etliche bayerische Kommunen - unter anderem die Nachbarstädte Regensburg (254 Euro Gesamtkosten) und Weiden (267 Euro). Am teuersten ist das Trinkwasser im thüringischen Suhl (512 Euro) sowie in den nordrhein-westfälischen Städten Essen (488 Euro) und Dortmund (458 Euro).

Laut Vergleichsportal sei für die Höhe der Kosten oft die Wasserherkunft ausschlaggebend. "Je nachdem, ob das Wasser aus Seen, Flüssen oder dem Boden in Form von Tiefengrundwasser gewonnen wird, variieren die Ausgaben erheblich", schreiben die Autoren des Rankings. "Auch die Bodenbeschaffenheit beeinflusst den Preis. Zum Beispiel entstehen für die Verlegung von Wasserrohren durch felsiges Gebiet andere Kosten als bei Ton, Sand und Kies."
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