Weihnachten
Die Krippe als Zeichen

Festliche Gottesdienste begleiteten die Amberger über die Feiertage. Gedanken zu Weihnachten formulierten Diakon Thomas Fischer (St. Georg) und Pfarrer Joachim von Kölichen (Paulaner) in den Christmetten.

"So wie wir dieses Evangelium jedes Jahr an Weihnachten wieder neu hören, müssen wir es auch immer wieder neu fortschreiben in unserem Leben, indem wir uns von dieser Botschaft bewegen lassen", betonte Diakon Thomas Fischer: "Gott wird Mensch, er will in unserer Haut stecken", zu den Menschen kommen. "Auch wir sollen zu ihm kommen, damit wir mit ihm eine Beziehung pflegen können. Sonst wäre seine Menschwerdung für uns persönlich nicht groß von Bedeutung." Fischer betonte aber auch, "Gott kann uns tausend Schritte entgegengehen, den einen letzten müssen wir auf ihn hin tun." Der letzte Schritt, "wenn wir in Beziehung mit ihm treten wollen, ist der Glaube an dieses Kind in der Krippe, unsere Liebe zu dem, der uns zuerst geliebt hat".

Pfarrer Joachim von Kölichen merkte an, die Bibel sei vielschichtig - und das Neue Testament nicht einfach das Happy End des Alten. Das Kind in der Krippe zu Bethlehem sei "Zeichen und Wunder der Treue Gottes", das die Menschen "oft genug dankend ablehnen, weil wir uns lieber auf uns selbst verlassen".

"Aber das Kind Gott mit uns, es wächst wie Kinder es eben zu tun pflegen, und damit ist die Verheißung schon der Anfang ihrer Erfüllung", betonte von Kölichen. Der Herrschaft von Unterdrückung, Versklavung, Gewalt, Krieg, Mord und Totschlag, kurz dem ganz normalen Wahnsinn, werde die Herrschaft eines Kindes entgegengesetzt. So werde "wahrhaft menschliche Gemeinschaft möglich" und die Menschen dürften "hoffen auf die Neuschöpfung am Ende der Zeit".
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