Welle der Unterstützung reißt nicht ab
Für Kirche 3135 Unterschriften

Erna Freimuth (links) hatte die Idee, ihre Tochter Sabine Walter half bei der Umsetzung. In zwei Monaten kamen bei der Aktion zugunsten von St. Katharina (im Hintergrund) 3135 Unterschriften zusammen. Bild: Steinbacher

Sabine Walter ist stolz: 3135 Unterschriften hat sie mit ihren Mitstreitern für die umfassende Renovierung der Friedhofskirche St. Katharina gesammelt.

Amberg. (roa) "Vergangene Woche haben wir die Aktion abgeschlossen und deutlich mehr gezählt, als wir erwartet hatten", freute sich die Bewohnerin des Katharinenviertels. Besonders überwältigend fand Sabine Walter die Unterstützung aus den umliegenden Pfarreien von St. Georg, zu der die Friedhofskirche gehört, sowie die Ökumene: So hatte Hansjörg Biener, von 1995 bis 2000 Pfarrer in der evangelischen Paulanergemeinde, diese Idee: Er spendet, und zwar umso mehr, je mehr auch die Amberger Bürger Geld für die Sanierung des Gotteshauses aufbringen. "Für jeden Einzelspender, der zwischen dem 13. September und dem 15. November 50 Euro oder mehr für die Renovierung von St. Katharina gibt, lege ich zum Patrozinium 25 Euro drauf, maximal aber 2000 Euro." Das Patrozinium ist am 25. November.

Nach der beendeten Unterschriftenaktion verfasst Sabine Walter nun einen Brief an Bischof Rudolf Voderholzer, der so von der Initiative erfährt. "Und wir bitten um einen Termin, damit wir die Unterschriften persönlich übergeben können." Den Unterzeichnern geht es um die rasche, umfassende Renovierung der Friedhofskirche von St. Katharina. Seit vier Jahren ist das Gotteshaus geschlossen, weil Teile von der Decke fielen. Genutzt wurde St. Katharina als Friedhofskirche hauptsächlich für Beerdigungsgottesdienste, auch von evangelischen Gemeinden. Eine Sanierung, darüber waren sich alle einig, ist unausweichlich - nur über die Art und Weise sind Kirchenverwaltung und Diözese bis heute unterschiedlicher Ansicht. Sicher ist, dass für eine Million Euro die Fassade und der Dachstuhl renoviert werden. Seit dieser Woche gibt es dafür die mündliche Zusage an Dekan Markus Brunner. Ob der zweite Bauabschnitt realisiert wird, ist noch offen. Die Geldgeber wollen lediglich eine kosmetische Reparatur, die Pfarrei St. Georg befürwortet jedoch eine professionelle Renovierung. Seit Mitte Juli sammelten die Bewohner des Katharinenviertels im gesamten Stadtgebiet Unterschriften für die Kirche.
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