Wie der Forum-Nachfolger zu seinem Namen kam
Neue, alte Münze

Das Restaurant im Kaufhaus Storg hieß "Alte Münze" Der Name stammt aus dem 18. Jahrhundert, die Preise aus D-Mark-Zeiten. Archivbild: Hartl

Nutzung, Fassade, Kosten, Zeitplan - alles kam am Donnerstag im Rathaus zur Sprache, als OB Michael Cerny, Gewerbebau-Chef Karlheinz Brandelik und Baureferent Markus Kühne die Pläne für das neue Forum vorstellten. Ungeklärt blieb, wie es zum Arbeitstitel "Neue Münze" gekommen war. Dr. Johannes Laschinger weiß mehr darüber.

Im Auftrag der AZ hat der Stadtarchivar recherchiert und herausgefunden, dass im Jahr 1274 erstmals eine Münzstätte erwähnt wird. In ihr wurden bis 1626 Münzen geprägt, bis der Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt wurde. Kurfürst Maximilian III. Joseph schloss laut Laschinger am 4. Oktober 1762 mit der Stadt einen Vertrag zur Nutzung der Wasserkraft und gab den Bau einer Münzstätte "in der ehemaligen Baron von Hanekamp'schen Behausung" in Auftrag. Nachdem im Juli 1763 der Bau beendet war, wurde das Personal ernannt, das unter Leitung von Münzmeister Johann Dominikus von Limprunn stand und dort tätig war, wo sich später die Kaufhäuser Storg und Forum befanden.

Zu den Amberger Prägungen gehörte der Konventionstaler, von dem von Oktober 1763 bis Dezember 1764 insgesamt 358 455 Stück geschlagen wurden. Die Geschichte der Amberger Münzstätte endete nach den Worten Laschingers 1794. Im Jahr 1801 wurde das Armaturenwerk von Fortschau (Kreis Tirschenreuth) nach Amberg verlegt, wo dann die spätere Gewehrfabrik im ehemaligen Münzgebäude untergebracht wurde.
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