Wiesn: Schlag auf Schlag
Angemerkt

An der Vils ist zumindest zur Festzeit die Welt noch in Ordnung - in seinen 14 Jahren als Festwirt gab's auf der Dult nur zwei kleinere Schlägereien, freute sich Josef Hirsch am Donnerstag zurecht. Da geht's auf der Theresienwiese in der Landeshauptstadt schon ganz anders zu - auch wenn sich das Oktoberfest mit der Michaeli-Dult allein schon von den Menschenmassen und Dimensionen her nicht wirklich vergleichen lässt.

Allerdings, greift man sich exemplarisch nur mal den Donnerstagsbericht der Münchener Wiesnwache heraus, dann geht es dort im wahrsten Sinne des Wortes Schlag auf Schlag zu, wenn Folgendes zu lesen ist: Hiebe und Tritte mehrerer Männer gegen einen Gast, versuchter Diebstahl eines Polizei-Blaulichts, renitente und stark angetrunkene Frau ist erst in polizeilichen Fesseln zu bändigen, Zähne mit Maßkrug ausgeschlagen, Frauen an Gesäß und Brüste gegriffen, Polizeibeamte in Hand und Oberschenkel gebissen, etliche Taschendiebstähle.

Wohlgemerkt Ereignisse, die nur an einem Tag amtlicherseits protokolliert wurden. Vor diesem Hintergrund ist der Dult und allen Verantwortlichen für den restlichen Verlauf das zu wünschen, was auch die Besucher freut: ein friedfertiges Finale.

erich.lobenhofer@zeitung.org

Kurz notiert

"Ich hab' da noch kein Taxi gesehen"

Amberg. (san) Emilie Leithäuser (FDP) beklagte bei der Stadtratssitzung (wir berichteten) viele Autofahrer würden das Hinweis-Schild auf den Taxi-Stellplatz in der Unteren Nabburger Straße nicht deutlich erkennen und sich hinstellen. Sie regte an, eine entsprechende Markierung auf dem Boden anzubringen. OB Michael Cerny war strikt dagegen. Wer parke, müsse schon auch links und rechts schauen. Und wer einmal zahlen müsse, weil er dort geparkt habe, werde davon nicht pleite. CSU-Stadtrat Helmut Weigl regte gar an, den Taxi-Stellplatz ganz aufzulösen. "Ich hab' da noch kein Taxi stehen sehen." Kollege Dieter Amann pflichtete ihm bei. Er habe höchstens ein Taxi dort gesehen, wenn dessen Fahrer was einkaufen musste.

Der Platz bei der Litfasssäule beim Reisebüro sei ein idealer Platz für ein Taxi, um Fahrgäste aufnehmen zu können. Rechtsreferent Dr. Bernhard Mitko führte aus, dass ein Taxi zwar überall halten dürfe, um Fahrgäste einsteigen zu lassen, doch nicht überall stehen dürfe, um auf welche zu warten. Das Schild in der Unteren Nabburger Straße sei deutlich zu sehen, selbst aus 30 bis 40 Meter Entfernung, verteidigte er die Beschilderung.
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