Wildbienen mitten in der Stadt
Schwarm mit neuer Adresse

Dieser Bienenschwarm ist vermutlich einem Imker entflohen und hat sich in der Katharinenfriedhofstraße eine neue Bleibe gesucht. Bild: Hartl
"Achtung Bienen!" Dieses Warnschild fällt den Fußgängern und Autofahrern an der Katharinenfriedhofstraße derzeit auf. Hier hat sich anscheinend ein Volk eine neue Bleibe gesucht. Direkt auf Kopfhöhe schwirren die Honigbringer ein und aus. Ihre Heimat ist eine Baumhöhle. Petra Müllner (55), Amberger Imkerin aus Leidenschaft, erklärt, wie sich dieser Schwarm dort mitten in der Stadt, direkt an der Straße ansiedeln konnte.

Ein Bienenschwarm direkt beim Bürgersteig - ist das nicht gefährlich?

Petra Müllner: Nein, wir haben unsere Bienen auch ziemlich nah am Haus. Und dass die Bienen keinen Nektar finden würden, diese Sorge ist auch unbegründet, denn sie haben einen Sammelradius von drei Kilometern.

Wieso ist dieser Schwarm dort eingezogen? Wo kommt er her?

Müllner: Wo der Bienenschwarm herkommt, kann man nicht beantworten. Vermutlich ist er einem Imker entflohen, weil der ursprüngliche Stock zu klein wurde. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang. Die Bienen züchten sich dann eine neue Königin heran, und mit dieser verlassen sie ihre Heimat. Baumhöhlen waren ursprünglich perfekt für Bienenschwärme geeignet, da sie sich dort sicher fühlen können. Sie sind geschützt vor Wind und Wetter. Ein Imker kann die Behausung nicht auflösen, dazu bräuchte er die Königin - und an die kommt er in einem Baumstamm nicht ran.

Kann dieser Schwarm an der Katharinenfriedhofstraße überleben?

Müllner: Ich denke, dass er vielleicht so zwei Jahre überleben kann. Doch auch vor den Wildbienen macht die Varroa-Milbe nicht Halt.
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