Witzige Begebenheiten bei Freisprechungsfeier der Innung
Landrat neidisch auf Cernys Frisur

Jetzt wissen sie, wer bei den Prüfungen am besten abgeschnitten hat (von links): Oberstudiendirektor Martin Wurdack, OB Michael Cerny, Obermeisterin Claudia Rubenbauer, Prüfungsausschuss-Vorsitzende Christl Flierl, Jennifer Moffitt, Kreishandwerksmeister Hans Weber, Landrat Richard Reisinger, Fachlehrer Volker Meyer, Tessa Hollweck und stellvertretende Obermeisterin Susanne Schaller. Bild: gf

Zu kurz? Zu lang? Friseurinnen müssen immer das richtige Augenmaß haben. Neun von ihnen erhielten am Montag bei der Freisprechungsfeier der Innung im Haus des Handwerks bei der Lehrabschlussfeier ihren Gesellenbrief. Innungsobermeisterin Claudia Rubenbauer sagte, dass sich drei Jahre Zielstrebigkeit und Leistungsbereitschaft nun auszahlen. Den jungen Frauen riet sie, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen.

Oberbürgermeister Michael Cerny sagte, dass Friseurin durchaus ein Traumberuf sei, aber auch ein Job mit Verantwortung, denn beim "so wie immer" sollte man schon sicher sein, welcher Kunde gerade auf dem Stuhl sitzt. Landrat Richard Reisinger beneidete den OB um seinen korrekten Haarschnitt. Denn er sei längst überfällig, da seine Haus- und Hof-Friseurin derzeit im Krankenstand sei. Und fremdgehen wolle er nicht.

Friseure sind für den Landrat wahre Ästheten, aber auch ein Stück weit Seelsorger und Psychologen, die immer abwägen müssen, ob der Kunde zum Reden aufgelegt ist oder den Haarschnitt schweigend über sich ergehen lassen will. Der Leiter des Beruflichen Schulzentrums, Oberstudiendirektor Martin Wurdack, warf bei der Feier die Frage in den Raum, ob sich mit der Freisprechung etwas ändere. Sicher sei das Lernen für die Gesellenprüfung vorbei, aber so richtig auslernen werde in einem handwerklichen Beruf niemand.

"Ich schneide keine Haare, ich rette nur das nächste Date", diesen Werbespruch des deutschen Handwerks zitierte Kreishandwerksmeister Hans Weber und betonte, dass die jungen Friseurinnen verschiedene Schnitttechniken erlernt haben. Sie seien auch Typ-Beraterinnen. Wichtig sei, dass die Kundin beim Verlassen des Salons glücklich ist, weil sie sich schön fühlt.

Im Namen aller Prüflinge bedankte sich Verena Strobel bei Lehrbetrieben und Berufsschule und meinte, die Lehrzeit sei nicht immer leicht gewesen. Nach der Übergabe der Gesellenbriefe und der Ehrung der Prüfungsbesten wies Christl Flierl, die Vorsitzende des Prüfungsschusses, darauf hin, dass mit der abgeschlossenen Berufsausbildung das Fundament für den weiteren Berufs- und Lebensweg gelegt worden sei.

Prüfungsbeste sind Jennifer Moffitt (Sigi Renner Friseure Amberg) und Tessa Hollweck, die das Handwerk im Salon Gimpl bei Inhaberin Mariella Kellner gelernt hat.
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