Zahnerhaltung – aber natürlich!
Dr. med. dent. Hans Rothballer über moderne Füllungstechnik

Dr. med. dent. Hans Rothballer

Unsere Zähne leisten jeden Tag Schwerstarbeit. Das Wunderwerk der natur zerkleinert zuverlässig nahrung und ist mit jedem Bissen und jedem zuckerhaltigen getränk großen gefahren ausgesetzt: Säuren greifen die Zahnsubstanz an – Beläge, die aus Bakterien bestehen, setzen sich an den Zahnoberflächen fest und können Entzündungen auslösen. Trotz intensiver Zahnpflege gelingt es nicht, diese Beläge gänzlich zu entfernen. Da ist es nicht verwunderlich, dass im Laufe des Lebens Zähne Schäden davontragen. Mit modernen Füllungstherapien gelingt die Zahnerhaltung auf ganz natürliche Weise. „Adhäsive, also chemisch klebende Zahnfüllung ermöglicht die gezielte Behandlung von kariöser Zahnsubstanz und gibt uns die Möglichkeit, der Abnutzung höchst effektiv entgegenzuwirken“, so Dr. med. dent. Hans Rothballer.

Die Schonung der natürlichen Zahnsubstanz war schon immer oberstes Prinzip der Zahnerhaltung. Der adhäsiven Füllungstechnik kommt dabei eine wichtige Rolle zu, denn dank dieser chemisch klebenden Zahnfüllungen kann zerfallene Zahnsubstanz entfernt und exakt ersetzt werden – bei Abnutzung muss nahezu gar nichts entfernt werden, die fehlende Zahnsubstanz wird einfach frei aufgetragen. „Die anfänglichen Bedenken zur Haltbarkeit sind längst mit zahlreichen Studien widerlegt. Neuere Studien zeigen, dass Teilreparaturen mit Kompositen bei Altfüllungen, Inlays und Kronen (soweit noch gut) sehr lange halten, weiß Dr. med. dent. Hans Rothballer.

Der Amberger Zahnexperte kennt weitere Vorteile: „Diese Teilreparaturen mit Kompositen schonen besonders viel Zahnsubstanz und halten dennoch genauso lang wie Neuanfertigungen. Die Füllungsreparatur verhindert auch unnötige Nervenbeschädigungen und Zahnfleischverletzungen.“ Die vielfältigen Möglichkeiten von Komposite-Kleinreparaturen im Überblick:

• abgebrochene Füllungen
• Neukaries bei vorhandenen Altfüllungen
• verfärbte Kronenränder
• abgebrochene Keramikteile an Zahnersatz

Seit rund drei Jahrzehnten existieren diese modernen Füllungstechniken und wurden in Deutschland unter anderem an den Universitätskliniken München und Marburg weiter entwickelt. Dieser nachhaltige Trend zu Minimalbehandlungen plus gleichzeitiger Erforschung der Krankheitsursachen ist zudem in vielen anderen Bereichen der Medizin erkennbar.