Zeit der Krippen noch nicht vorbei
Bis Ostern biblische Szenen am Berg

Weihnachten ist längst vorbei, nicht aber die Zeit der Krippen. Die Mitglieder der Kolpingsfamilie starteten ihr Jahresprogramm mit einem Besuch auf den Mariahilfberg. Erste Station war die Krippe in der Bergkirche, die jedes Jahr vom Advent bis zum Osterfest mehrere biblische Szenen darstellt. Vorsitzender Herbert Eckl freute sich, dass mit Willi Herdegen und Margarethe Strobl zwei Fachleute aus dem Krippenbauverein über Geschichte und Neuerungen referierten.

Seit der Franziskanerorden 1832 wieder sein Hospiz auf dem Berg bezog, wurde Jahr für Jahr die Krippe aufgebaut. 1849 kam ein Mann nach Amberg, der zum volkstümlichen Krippenbauer der Stadt werden sollte. Der Schneider und Mesner Frater Vinzenz Hafner, geboren 1821 im schwäbischen Feldheim, wechselte im August 1849 auf den Berg und wirkte dort bis zum 16. September 1885. Mit künstlerischem Geschick modellierte er laut Herdegen die Köpfe der Figuren und schuf dann die Gussformen. Den Köpfen verpasste er Glasaugen, Kopf- und Barthaare. Wie zu erfahren war, schuf Hafner um die 250 Figuren und war damit der Wegbereiter der Krippenbewegung im Stadtgebiet. Der Frater starb am 16. März 1895 in Landshut. 24 Jahre, bis 1992, sorgte Bruder Balthasar für die Krippe in der Bergkirche. Danach übernahm bis 2001 Bruder Paul die Gestaltung. Auf die Bitte von Pater Gregor wurde die Krippe danach vom Krippenverein Amberg betreut, der sich seitdem um den Aufbau und die regelmäßige Umgestaltung kümmert. Rund 150 Figuren existieren. Sie lagern im Turm der Bergkirche in eigens angeschafften Schauschränken für den Rest des Jahres. Lobenswert fanden die Teilnehmer der Kolping-Führung, dass auf Initiative des Krippenvereins die großen Figuren ständig repariert und neu eingekleidet werden. Sie sollen weiterhin der Nachwelt erhalten bleiben. Das Treffen klang in der Bergwirtschaft aus.
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