Zeitung macht Schule
Von der Braunkohle bis zur Biomasse

Energie braucht der Mensch immer. Gestern lieferten sie jedoch andere Träger als heute, und morgen werden es wieder andere sein. Bild: hfz

Morgens, wenn ich aufstehe, schalte ich das Licht an. Vielleicht hat mich der elektrische Wecker geweckt. Im Bad dusche ich mit warmem Wasser und föhne mir die Haare. Danach frühstücke ich: Es gibt Tee, einen Toast, Käse aus dem Kühlschrank und vielleicht ein gekochtes Ei.

Ohne mir dessen bewusst zu sein, habe ich jetzt schon acht verschiedene Elektrogeräte benutzt - vielleicht muss ich noch mein Handy laden oder die Hose bügeln: Schon bin ich bei zehn.

Diese Überlegungen stellte Johanna Baumann im Auftrag der Bayernwerk AG im Strommuseum Theuern gemeinsam mit uns an, um dann die Antworten auf die Frage zu verraten:

Wie kommt eigentlich der Strom ins Haus?

Dafür ist bei uns in Ostbayern das Bayernwerk zuständig. Das Bayernwerk ist ein großer Betrieb, der sich um die Stromversorgung kümmert. Zunächst einige Zahlen.

24: So viele Stunden am Tag sorgt das Bayernwerk für eine sichere Versorgung und für die Stabilität der Stromstärke im Netz. Das ist nicht selbstverständlich: Schließlich wollen zu bestimmten Zeiten sehr, sehr viele Haushalte Strom bekommen

230: So viel in Volt ist die Spannung in Haushalten für die üblichen Geräte.

400: Das ist in Volt die elektrische Spannung für Elektroherde und Kreissäge; sie benötigen Starkstrom.

2800: So viele Mitarbeiter hat das Bayernwerk.

200 000: So viele Kilometer lang ist das Strom- und Erdgasnetz im Gebiet des Bayernwerks.

Einem Schaubild konnten wir entnehmen, dass in Bayern im Jahr 1989 mehr als 75 Prozent des Stroms aus Uran, Steinkohle und Braunkohle hergestellt wurde. Im Jahr 2012 lieferten diese Energieträger dagegen nur noch knapp die Hälfte des Stroms und schon rund ein Viertel mehr kam aus Windkraft, Biomasse und Sonne. Der Anteil an Wasser, das für die Stromproduktion verwendet wird, blieb etwa gleich.

Wasser war auch der erste Rohstoff, aus dem Strom hergestellt wurde. Dieser Trend, weg von der Atomkraft hin zu erneuerbaren Rohstoffen, wird sich weiter fortsetzen: Nach dem schrecklichen Unglück in Fukushima wurde beschlossen, die Atomkraftwerke in Deutschland abzuschalten.

Gut gefallen haben uns die vielen Modelle, die sehr anschaulich zeigen, wie die jeweilige Energie - zum Beispiel Sonne, Wind - zur Stromerzeugung genutzt werden kann. Abhängig vom Wetter liefern diese Energieträger mal viel Strom, mal weniger. Damit die Spannung im Stromnetz verändert werden kann, werden Transformatoren eingebaut.

Spannend war es, die alten Geräte zu besichtigen, die es gab, bevor Strom genutzt wurde, wie ein Kühlschrank, der immer wieder mit Eis befüllt werden musste. Oder auch die ersten Geräte, die mit Strom betrieben wurden: Das war vor ungefähr 100 Jahren, wie etwa eine runde Backröhre.

Was hat uns am besten gefallen?

"Die Windräder", "das Solarauto". "die alte Waschmaschine", "die alten Schalter" - jedem gefiel etwas anderes besonders gut. Wir haben aber alle verstanden, dass es nicht selbstverständlich ist, dass der Strom aus der Steckdose kommt. Auf jeden Fall war es ein spannender Tag! Und wir werden ein Plakat erarbeiten, auf dem wir uns Tipps zum Strom sparen aufschreiben.

Klasse 6/7G des SFZ Amberg

Energie-RätselZum Thema "elektrische Geräte" haben wir uns ein kleines Rätsel ausgedacht. Wenn du alle Wörter richtig aufschreibst, bekommst du aus den Anfangsbuchstaben einen Begriff aus der Elektrizität als Lösung.

Sie reinigt das schmutzige Geschirr.

Damit bereitest du direkt am Tisch Fleisch, Wurst und Fisch zu.

Speichert Strom wie eine Batterie und lässt sich immer wieder aufladen.

Bei der Zubereitung von Teig hilft das elekrtische ...

Damit wird Holz zersägt.

Damit können Pullover hergestellt werden, ohne zur Nadel greifen zu müssen.

Kleiner PC zum Mitnehmen.

Er ersetzt die Sense beim Grasmähen.

In ihm wird Brot oder Kuchen gebacken.

Eine große Hilfe für Landwirte, die Kühe halten.

Lösungswörter: Spülmaschine, Tischgrill, Akku, Rührgerät, Kreissäge, Strickmaschine, Tablet, Rasenmäher, Ofen, Melkmaschine; Lösungsbegriff: Starkstrom

Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.