Zwei Drittel des Lebens im Dienste Ambergs
Stadtkämmerer feiert 60. Geburtstag

Franz Mertel, der Kämmerer der Stadt Amberg, wird am Sonntag 60 Jahre alt. Bild: Hartl
Amberg: Rathaus | Auch wenn er von Berufs wegen als einer der sparsamsten Amberger gilt - seine Gäste werden bei der morgigen Feier nichts davon merken. Franz Mertel , der Hüter von 140 Millionen Euro, Herr über die Amberger Stadtkasse, feiert mit seiner Familie und Freunden im ACC 60. Geburtstag.

Fast 40 Jahre lang steht der gebürtige Ensdorfer schon in den Diensten der Stadt. Seit 1993 als Leiter des Haushalts- und Steueramtes, seit 2008 als Kämmerer. "Ich bin zwar in Ensdorf geboren worden", erzählt Mertel, "aber dann ganz schnell ein echter Amberger geworden." Als er zwei Jahre alt war, zogen seine Eltern nach Ammersricht und führten dort die Bäckerei weiter, die sie sich in Ensdorf aufgebaut hatten. Kein Wunder, dass der Jubilar nicht nur Spezialist am Rechenschieber ist, sondern sich auch in der Backstube auskennt. Regelmäßig hat er im Betrieb seiner Eltern geholfen. Die Bäckerei machte 1992 zu.

Dass er den Stadträten beim Diskutieren manch kostspieliger Zukunftspläne ins Gewissen reden muss, macht ihm nichts aus. "Ich stehe da halt manchmal als Spaßbremse da, aber das gehört zu meinem Job", sagt er. "Meine Aufgabe ist es, einen anderen Blickwinkel einzunehmen und ich glaube, die Stadträte sehen meine Rolle auch so." Kämmerer ist er gern. Als weniger schön hat er sein kurzzeitiges Engagement als EDV-Beauftragter der Stadtverwaltung in Erinnerung. "Das war noch in Zeiten vor Windows", blickt er zurück. Jeden Tag hätten Kollegen angerufen, um ihm mitzuteilen, dass ihre Computer nicht funktionieren. "Und wenn ich dann gefragt habe, was sie denn gemacht haben, kam immer die Antwort: Nichts!"

Mit lahmen Rechnern und abstürzenden Programmen muss sich Mertel längst nicht mehr beschäftigen. Wenn er heute mit Zahlen hantiert, dann flutscht es - nicht nur im Computer, sondern meistens auch im Stadtrat. Privat engagiert sich der Kämmerer standesgemäß als Schatzmeister der Sektion Amberg des Deutschen Alpenvereins ("Mit 2500 Mitgliedern der größte Sportverein der Stadt"). Außerdem gehört er der Kirchenverwaltung der Stadtpfarrei St. Martin an.

Natürlich darf die Familie nicht hintanstehen, er freut sich regelmäßig auf die Ausflüge mit den beiden Kindern. Und auf die Urlaubsfahrten mit seinen Freunden. Die nächste darf er selber planen. "Immer, wenn einer einen Runden feiert, ist der dran", erzählt er. "Das Ziel ist noch in der Schwebe. Das müssen wir im Freundeskreis noch ausdiskutieren." Am Sonntag gibt's sicherlich Gelegenheit dazu.
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