Zwei Geschäfte ziehen um
Mehr Kunden und bessere Lage

Nanu, was ist denn da passiert? Zwei Läden ziehen vom einen Stadtende ans andere? Sie verlassen das Gewerbegebiet West und siedeln über in den Osten auf die Franzosenäcker. Nach dem Schuhgeschäft Deichmann hat auch das Dänische Bettenlager diesen Standortwechsel hingelegt. Viele Kunden wundern sich und fragen: Warum?

Die Antwort ist bei beiden Unternehmen mit ihren vielen Filialen in ganz Deutschland ähnlich. Ungeschminkt fällt sie bei der Schuhhaus-Kette aus. Da sagte Ulrich Effing, der Pressesprecher der Firmenzentrale in Essen, auf Anfrage der AZ: "Die Franzosenäcker sind die deutlich bessere Lage für uns." Das seien sie schon vor gut zwei Jahren beim Umzug der zweiten Amberger Niederlassung gewesen - eine weitere befindet sich unverändert in der Altstadt an der Georgenstraße. Und zwischenzeitlich habe sich das Einkaufszentrum am östlichen Stadtrand "insgesamt weiterentwickelt".

Aldi und dm machen es vor


Effing nennt da zum Beispiel den Neubau von Aldi und des Drogeriemarkts dm. Aber auch der neue Amberger Getränkemarkt gleich daneben und ein schon etwas länger existierendes zweites Haus der Bekleidungskette Vögele gehören dazu (auch sie ist auf die Franzosenäcker gezogen, hat aber parallel ihre erste Filiale an der Fuggerstraße erhalten). Eine Rolle für Deichmanns Umsiedlung hat laut Effing ferner "die direkte Anbindung ans Kaufland" gespielt.

"Wichtig für uns ist eine gute Kundenfrequenz - und die ist an diesem Standort gegeben", sagte der Pressesprecher und verhehlte damit nicht, dass das am vorherigen Platz "nicht mehr so war". "Sonst hätten wir den Umzug ja nicht gemacht", begründete er offen und gab damit das Stichwort für das Dänische Bettenlager, das noch stärker "objektbezogen" argumentiert.

Das fängt bei der Lage des Gebäudes an, setzt sich aber bei Beschaffenheit und den gebotenen größeren Möglichkeiten fort. "Es ist einfach ein sehr schönes Objekt, auch das Umfeld ist angenehm", sagte Pressesprecher Michael Rotermund zur AZ. Dadurch werde das Dänische Bettenlager auf den Franzosenäckern "besser wahrgenommen", das Geschäft sei "sichtbarer" als am alten Standort.

Natürlich hoffe man so auch auf eine noch bessere Kundenfrequenz, zumal der neue Sitz im ehemaligen Pro-Markt bzw. Komet weitere Vorteile biete. Dort ist die Verkaufsfläche von rund 670 auf 970 Quadratmeter gewachsen und die Decken sind laut Rotermund höher, was der Filiale mehr "Spielmöglichkeiten" bei der Warenpräsentation gebe.

"Insgesamt attraktiver"


Auch "hinter den Kulissen" seien die Lagerräume besser angebunden als im alten Domizil an der Fuggerstraße. "Die Wege sind einfacher geworden", erläuterte der Pressesprecher, der noch einmal betont, dass das neue Objekt "insgesamt attraktiver ist" für das Dänische Bettenlager. Schließlich gilt - hier wohl besonders - das alte Sprichwort: Wie man sich bettet, so liegt man.
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