Zwei Spengler sind die wahren Helden von St. Martins Kuppelsanierung
Knochenjob auf Ambergs höchster Baustelle

"Mit Dachrinnenbau, was Spengler auch machen, hat das nichts zu tun gehabt", sagen Josef und Peter Bönisch (von links) vom gleichnamigen Amberger Fachbetrieb und zeigten der AZ hier, wie sie teils noch viel kleinere Kupferplatten, Winkel- und Eckstücke der rundlichen Zwiebelform des Martinsturms anpassen und dann überlappend zusammenfalzen mussten. Mit einfachen Werkzeugen und der Kraft ihrer Hände, nachdem Schweißen nicht erlaubt und nicht möglich war. Bild: gf

Sie haben einen Knochenjob gemacht - im wahrsten Sinn des Wortes. Nicht nur, weil sie über ein Jahr lang in rund 90 Metern Höhe am Martinsturm "von Wind und Wetter gegerbt wurden", wie sie schmunzelnd sagen - bei einer stets steifen Brise und im vergangenen Winter bei teils bis zu minus zehn Grad. Nein, dem Amberger Spenglermeister Josef Bönisch und seinem Bruder Peter wurde auch "handwerklich alles abverlangt", was ihr Beruf hergibt.

Sie mussten die größtenteils eher kleinteiligen Kupferbleche für die Turmbekrönung vor Ort und von Hand falzen. Das geht schwer auf die Finger, Handgelenke und jeden Muskel in den Armen. Diese Technik ist bei der Vielzahl einzelner Platten stabiler und für die Zukunft haltbarer als Schweißen. Letzteres war wegen der Feuergefahr ohnehin verboten. Zumal Löschen im Fall eines Brandes schwierig geworden wäre. Vom Boden hätte der nötige Wasserdruck auf 90 Meter Höhe kaum aufgebaut werden können, warnten die Fachleute.
Weitere Beiträge zu den Themen: Wetter (179)Peter Bönisch (1)Sankt Martin (63)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.