100 Besucher wollen Pläne für neues Seniorenzentrum sehen
Betreutes Wohnen boomt

Der Saal des Wallmenichhauses war voll: Rund 100 Zuhörer, teils schon ernsthafte Interessenten, wie Redebeiträge zeigten, ließen sich von Hausleiterin Tatjana Richter, WU-Chef Dieter Gerl, Oberin Brigitte Wedemeyer, CSU-Ortsvorsitzender Birgit Wittmann (am Tisch von links) und Architekt Heinrich Benker (stehend) das Projekt erläutern.
 
Architekt Markus Maier vertiefte einige Details. Bilder: Steinbacher (2)

Das war überwältigend: Fast 100 Leute wollten sehen, wie das neue Seniorenzentrum des Wohnungsunternehmens und des Wallmenichhauses an der Brentanostraße ausschauen soll. Obwohl dafür bisher nur die Planung existiert, zeigte diese enorme Resonanz, wie groß Interesse und offenbar auch Bedarf für dieses Projekt sind.

Das weiß natürlich niemand besser, als die BRK-Schwesternschaft Wallmenichhaus, die hinter diesem Vorhaben steht und mit ihrem 2007 neu eröffneten Wohn- und Pflegezentrum direkt gegenüber am Haager Weg angesiedelt ist. Ihre Oberin Brigitte Wedemeyer schilderte am Mittwochabend bei einem Infoabend, der gemeinsam mit dem CSU-Ortsverband Sebastian und dem Kreisverband der Senioren-Union stattfand, dass in ihrem bestehenden Gebäude seit Anbeginn "noch keinen Tag eine Wohnung leerstand". Derzeit liegen nach ihren Worten 100 Anfragen für weitere Plätze vor. "Das Haus steht noch nicht und ist schon voll - und reicht immer noch nicht aus", umriss die Oberin den Hintergrund des neuen Vorhabens.

12,5 Millionen Euro teuer


Insofern war Wedemeyer klar, dass es "reges Interesse" an der Veranstaltung gibt. Dass es aber "so groß wird, hätte ich nicht gedacht", sagte sie unisono mit Architekt Heinrich Benker und Dieter Gerl, dem Geschäftsführenden Vorstand des Amberger Wohnungsunternehmen, das der eigentliche Investor und Bauherr ist. Insgesamt rund 12,5 Millionen Euro will die Genossenschaft in das neue Seniorenzentrum an der Ecke Brentanostraße/Haager Weg investieren.

Es soll auf dem Gelände entstehen, wo sich jetzt noch das Möbelhaus Ostler befindet, das nach seinem Umzug in die Schlachthausstraße abgerissen wird. Dieses rund 5200 Quadratmeter große Grundstück hat das Wohnungsunternehmen bereits erworben und plant darauf quasi ums Straßeneck den L-förmigen Neubau mit einem weiteren dahinterliegenden, an den Haupttrakt angeschlossen Gebäude. Noch heuer soll laut Gerl die Planung zur Genehmigung beim Baureferat eingereicht werden, um voraussichtlich im Februar mit dem Abbruch und dann im Frühjahr mit dem Bau beginnen zu können.

"Glücksfall" für Schwestern


Wedemeyer bezeichnete es als "idealen Glücksfall" für ihre Schwesternschaft und das Wohnungsunternehmen, direkt gegenüber vom bestehenden Wohn- und Pflegezentrum am Haager Weg neu bauen und die Versorgung leisten zu können.

Tagespflege und mehrHauptbestandteil des neuen Seniorenzentrums sollen 41 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe vom Appartement mit einem Raum bis hin zur Drei-Zimmer-Wohnung sein (davon 25 zur Vermietung, 16 als Eigentum). Alle bieten betreutes Wohnen, eine Leistung der Schwesternschaft Wallmenichhaus, die Betreiber des Komplexes sein wird. Sie vergrößert damit ihre gegenwärtige Kapazität in diesem Bereich am Haager Weg um das Fünffache.

Hinzu kommen - laut Oberin Wedemeyer neu in Amberg - zwei ambulant betreute Wohngruppen zur Miete mit je zwölf Plätzen für dementiell erkrankte Menschen. Außerdem wird es einen rund 500 Quadratmeter großen Bereich für die Tagespflege von 24 Leuten geben. Verteilt wird das Ganze in den zwei großen Baukörpern auf drei Geschosse, wobei der oberste zweite Stock etwas zurückgesetzte Penthouse-artige Wohnungen haben soll.

Durch die Hanglage vom Haager Weg zur Brentanostraße lässt sich hier laut Architekt Heiner Benker eine ebenerdig zu befahrende Quartiersgarage mit Aufzügen in alle Etagen unterbringen. Außerdem sind zur Straßenseite hin zwei Ladeneinheiten geplant, die zum Konzept passende Dienstleister wie Massagepraxis oder Friseur aufnehmen sollen.
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