Altlastenbeseitigung auf dem ehemaligen Baumann-Gelände
Ein "nicht unbeträchtliches Loch"

Die Altlasten bestehen hauptsächlich aus Phenolen oder Naphthalinen. Die Schadstoffe stammen aus den alten Baumann-Brennöfen. Teil eins der Sanierung wird in diesen Tagen abgeschlossen. Bild: Huber

Neues von der Altlastenbeseitigung auf dem ehemaligen Baumann-Gelände: Gewerbebau-Chef Karlheinz Brandelik ist "guter Dinge", dass die Aushubarbeiten des ersten Sanierungsabschnitts auf der größten Baustelle im Stadtgebiet noch in dieser Woche abgeschlossen werden können.

Rund 40 000 Tonnen an stark belastetem Material sind nach Angaben von Brandelik bisher weggebracht worden, etwas mehr als erwartet. An normalen Tagen seien es bis zu 50 Lastwagen-Ladungen gewesen, berichtete Gewerbebau-Prokurist Werner Pettinger.

Es laufe alles nach Plan, sagte Pettinger. Und Brandelik betonte in diesem Zusammenhang: "Das Grundwasser wird laufend überwacht wie die gesamte Umgebungsluft. Bisher ohne Auffälligkeiten."

Geruchsbelästigung der Nachbarn

Der Gewerbebau-Geschäftsführer weiß, dass es die Nachbarn in den vergangenen Monaten nicht leicht hatten: "Die Geruchsbelästigung war halt doch nicht unerheblich, das Bohrgerät war natürlich auch laut." Wäre der Winter kälter gewesen, hätte es weniger gestunken. Auch deshalb war es Brandelik ein großes Anliegen, den Anliegern "Dank für das Entgegenkommen auszusprechen". Es habe im Prinzip keine Beschwerden gegeben.

Bis zu fünf Millionen Euro wird die Bodenaufbereitung auf dem Grundstück zwischen Arbeitsagentur und Emailfabrikstraße kosten. Ab nächster Woche, kündigte Werner Pettinger an, "werden wir wieder mit dem Auffüllen des nicht unbeträchtlichen Loches beginnen". Und zwar "bis zur Unterkante einer späteren Baumaßnahme", wie Karlheinz Brandelik hinzufügte. Drei Arbeitswochen kalkuliert Pettinger dafür ein. Auf der verfüllten Fläche lege man anschließend vorübergehend etwa 70 Stellplätze an, weil dann die Sanierung im Bereich des jetzigen provisorischen Parkplatzes fortgesetzt werde. Brandelik und Pettinger gehen davon aus, dass im Mai alles erledigt ist - vorausgesetzt, unliebsame Überraschungen bleiben aus.

Neue Gebäude sollen errichtet werden

Vorgesehen ist laut Brandelik, auf dem von den Giftstoffen befreiten Areal ein weiteres Gebäude zu errichten, "um den Erweiterungsbedarf von Dienstleistern an der Marienstraße zu decken". In das neue Haus will die Gewerbebau ebenfalls einziehen - sie möchte ihren Firmensitz dorthin verlegen.

Entstehen soll auch eine Art Parkdeck mit etwa 150 Plätzen für die künftigen Nutzer des neuen Dienstleistungsgebäudes und rund 70 Plätzen für Kundschaft zum Beispiel von den in diesem Bereich ansässigen Ärzten.
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