Amberg führt Tempomessungen wieder selbst durch - Messtechnik jedoch noch nicht bereit
Zweiter Anlauf für die Blitzer

Peter Ostermeier (links) ist Geschäftsführer des Zweckverbandes. Oberbürgermeister Michael Cerny wurde zu dessen Vorsitzenden und Bürgermeister Siegfried Böhringer (Regenstauf, rechts) zum Vize-Vorsitzenden gewählt. Bild: Steinbacher

Sechs Jahre nach dem Ausstieg aus der kommunalen Verkehrsüberwachung will die Stadt wieder selbst blitzen. "So schnell wie möglich", sollen die Tempo-Messungen beginnen. Allerdings fehlt ein wichtiges Teil.

Die Messtechnik ist noch nicht bestellt. Außerdem herrscht Unklarheit darüber, welches Fahrzeug für den mobilen Blitzer angeschafft werden soll. "Wir wollen das zügig abarbeiten", gab Rechtsreferent Dr. Bernhard Mitko die Linie vor, als der neu gegründete Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz am Dienstag im Rathaus zu seiner ersten Verbandsversammlung zusammentrat. Bis Ende März 2015 soll die Verkehrsüberwachung starten.

Elf Städte und Gemeinden

Es ist der zweite Anlauf. Bereits vor zehn Jahren hatte die Stadt mit Regensburg kooperiert, um Tempo-Sünder erfassen und zur Kasse bitten zu können. 2009 hatte Amberg den Vertrag ersatzlos auslaufen lassen. Nun lebt die Idee neu auf. Amberg ist größte Mitgliedskommune des neuen Zweckverbandes, dem elf Oberpfälzer Städte und Gemeinden angehören. Mit dabei sind Barbing, Deuerling, Kallmünz, Mintraching, Pettendorf, Regenstauf, Wolfsegg und Zeitlarn (alle Landkreis Regensburg), Bruck im Landkreis Schwandorf und Tirschenreuth. Die Initiative zu dieser Neugründung ging zwar von den Gemeinden des Regensburger Umlands aus. Amberg jedoch kommt wegen seiner Größe die Führungsrolle zu, weswegen sich der Sitz hier befindet und Oberbürgermeister Michael Cerny von seinen Amtskollegen einstimmig zum Zweckverbandsvorsitzenden gewählt wurde.

Höchstens 200 000 Euro

Ziel der Organisation ist laut Satzung die "Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach dem Straßenverkehrsgesetz" - also nicht nur die Geschwindigkeits-, auch die Parkraumüberwachung. Bei letzterer ändert sich in Amberg nichts, sie ist ohnehin in kommunaler Hand. Allerdings wird es ab Frühjahr 2015 wieder an ausgewählten Stellen städtische Blitzer geben. Wenn denn die Geräte angeschafft wurden. Die Verbandsversammlung gewährte der Geschäftsführung für Technik und Fahrzeug einen Spielraum zwischen 100 000 und 200 000 Euro.

Um diese erste Investition tätigen zu können, schießt Amberg seinen Mitgliedsbeitrag für nächstes Jahr vor und überweist schon mal 174 800 Euro. Alle anderen Gemeinden ziehen dann 2015 nach und zahlen 4,20 Euro pro Einwohner an den Zweckverband.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.