AOK-Direktor Wolfgang Händlmeyer verabschiedet
Mann des guten Wortes

Wolfgang Händlmeyer (Zweiter von rechts) hat in Christa Siegler seine Wunsch-Nachfolgerin bekommen. Der neuen Leiterin der AOK-Direktion Amberg (ab 1. April) gratulierten auch der Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Dr. Helmut Platzer (rechts), und sein Stellvertreter Hubertus Räde (links). Bild: Huber

Im Landratsamt hätte Wolfgang Händlmeyer 1968 im gehobenen Dienst anfangen können. Dort knarrten aber die Dielen so. Bei der AOK - hier war er für den mittleren Dienst vorgesehen - hatten sie einen Neubau. Das machte ihm die Entscheidung leicht.

Man erfuhr noch mehr über den frühen Wolfgang Händlmeyer, als der fast 64-jährige Direktor der AOK-Direktion Amberg am Freitag mit einer Feierstunde im Stadttheater in den Ruhestand verabschiedet wurde. Dass er beim Abschlussjahrgang 1968 der städtischen Handelsschule einer der Klassenbesten war und den Dank der Absolventen vortrug. Dass er mal Pfarrer werden wollte. Oder dass in seiner ersten dienstlichen Beurteilung bei der AOK stand, in Sachen Zuverlässigkeit sei noch Besserung notwendig. Trotzdem beendete er seine Ausbildung als einer der Besten und kam über Stufen wie Leiter der Innenrevision 2004 ins Amt des Direktors.

Als "getrieben von Seriosität und Redlichkeit" skizzierte Dr. Helmut Platzer, der Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Händlmeyer. Verdienste habe er sich auch als Regionalsprecher für die Oberpfalz und mit dem Projekt UGOM (Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte) erworben, das zur Blaupause für ganz Bayern geworden sei. Der Neu-Ruheständler will nun die Zeit der drei "F" beginnen lassen: "Freizeit, Freude, Familie". In der Arbeit habe für ihn das Motto des heiligen Benedikt gegolten: "Ein gutes Wort steht über der besten Gabe." Wer das beherzige, könne sich so manches Führungsseminar sparen. Er jedenfalls habe alles, was er seinen Mitarbeitern gegeben habe, wieder zurückbekommen.

Dr. Hermann Dandorfer vom Ärztenetz UGOM dankte Händlmeyer für seine Bereitschaft zur engen Zusammenarbeit - "das war damals, 2002, nicht selbstverständlich". Der Europaabgeordnete Ismail Ertug verwies darauf, dass in Händlmeyers Amtszeit die Zahl der Versicherten der AOK Amberg von 95 000 auf über 102 000 stieg: "Da können sich manche Dax-Vorstände eine Scheibe abschneiden." Zu Händlmeyers Nachfolgerin meinte Hubertus Räde, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern: "Wir haben mit Christa Siegler genau die Richtige gefunden." Die so Gelobte - derzeit noch Leiterin des Privatkundenbereichs in Amberg - betonte, sie möchte mit ihrer Mannschaft ein zuverlässiger Partner vor Ort sein. Als ihr Credo gab sie aus: "Der Kunde muss sich rundum wohlfühlen." Richard Lengfelder, der 42 Jahre lang mit Händlmeyer gearbeitet hatte, führte mit Anekdoten durch das Programm. Die Musik dazu besorgte das "Sax Reger Ensemble".
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