Automobilzulieferer steigert Umsatz um 21,2 Prozent
Grammer weiter auf Erfolgskurs

Der Grammer-Konzern, weltweiter Zulieferer für Pkw-Innenausstattung und Nutzfahrzeugsitze, setzte seinen Erfolgskurs im ersten Halbjahr fort und verzeichnete ein starkes Umsatzwachstum von 21,2 Prozent auf 860,6 Millionen Euro. Zu dieser positiven Entwicklung trugen laut Pressemitteilung beide Konzernsegmente bei.

Gute Entwicklung hält an


Mit einem Plus von 30,4 Prozent auf 628,1 Millionen Euro sei der Heimatmarkt EMEA (Europa-Afrika-Mittlerer Osten) die wachstumsstärkste Region geblieben, "bedingt durch die erfolgreiche Integration der Reum-Gruppe sowie der anhaltend guten Entwicklung in Grammers Kernmärkten in Europa". In der Region Asien-Pazifik (APAC) habe Grammer ungeachtet der schwächeren Konjunktur in China und Japan ein Wachstum von 13 Prozent auf 116,2 Millionen Euro erzielt. Lediglich in der Region Amerikas seien die Umsätze aufgrund der anhaltend schwierigen Marktsituation in Brasilien auf 116,3 Millionen Euro leicht zurückgegangen. Die Steigerung des operativen EBIT um fast 100 Prozent auf 35,8 Millionen Euro spiegelt nach Angaben des Konzerns die erfolgreiche operative Entwicklung von Grammer in beiden Segmenten sowie die positiven Effekte aus der Umsetzung der Maßnahmen zur Kosten- und Prozessoptimierung wider. Die operative EBIT-Rendite habe um 1,7 Punkte auf 4,2 Prozent zugelegt.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern, das im Vorjahr noch durch hohe Wechselkurseffekte positiv beeinflusst worden sei, sei ebenfalls um fast 50 Prozent auf 36,4 Millionen Euro stark angestiegen. Die EBIT-Rendite stieg zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent (Vj. 3,5 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern habe auf der Basis der operativen Ergebnisse um fast 60 Prozent auf 21,3 Millionen Euro zugelegt. "Trotz der weiter herausfordernden Bedingungen in einigen Kernmärkten ist Grammer im ersten Halbjahr im Umsatz und Ergebnis erfreulich stark gewachsen", erklärte Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender der Grammer AG. "Wir liegen damit klar in unserem Zielkorridor für die weitere positive Entwicklung und Wertsteigung des Grammer Konzerns in den kommenden Monaten und Jahren", zeigte er sich überzeugt.

Kräftig investiert


Mit 19,9 Millionen Euro lagen die Investitionen über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Ein Großteil der Mittel sei in den Aus- und Aufbau der internationalen Standorte und Fertigungskapazitäten sowie in die weitere Optimierung bestehender Standorte und Prozesse geflossen. Grammer erwartet nach eigenen Angaben trotz des unverändert schwierigen und volatilen Umfelds für das zweite Halbjahr eine weiterhin sehr positive Entwicklung. Auf Konzernebene prognostiziert Grammer für 2016 eine deutliche Umsatzsteigerung (inklusive Reum-Gruppe) von über 15 Prozent auf 1,66 Milliarden Euro.



Die SegmenteAutomotive

Das Segment Automotive blieb im ersten Halbjahr 2016 der Hauptumsatztreiber der Grammer AG. Bedingt durch die erstmalige Einbeziehung der Reum- Gruppe, neue Serienanläufe sowie die weiterhin rege Nachfrage im Premiumbereich wurden hohe Umsatzzuwächse von 28,3 Prozent auf 635,0 Millionen Euro (Vorjahr 494,9) erzielt.

Seating Systems

Mit Seating Systems verbuchte Grammer trotz anhaltender Marktschwäche in Brasilien und sich abkühlender Konjunktur in China erneut ein Umsatzplus um 7,5 Prozent auf 250,5 Millionen Euro. Grund dafür seien vor allem höhere Umsätze in Europa gewesen, die die Rückgänge in Brasilien mehr als kompensierten. Im Grammer-Produktionswerk in Brasilien mussten laut Pressemitteilung weitere Kapazitätsanpassungen eingeleitet werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.