Baugebiet Kennedystraße-Süd: Entsorgung doppelt so teuer - verseuchter Boden
Noch mehr verseuchter Boden

Die ersten Rohbauten stehen längst im Baugebiet Kennedystraße-Süd. Bei Arbeiten im April wurde auf einem Grundstück in der Godlewskystraße Erdreich ausgehoben, das mit Diesel und Rückständen von Lösungsmitteln durchsetzt war. Auch in der Fritz-Seuß-Straße tauchte nun verseuchter Boden auf. Bild: Hartl
Im Baugebiet Kennedystraße-Süd war nicht nur ein faules Ei versteckt, sondern gleich mehrere: Nicht nur auf Grundstücken in der Godlewskystraße, sondern auch auf einzelnen Parzellen in der Fritz-Seuß-Straße haben Bagger Erdreich zutage gefördert, das mit Diesel und Resten von Lösungsmitteln durchsetzt ist. Die Stadt kommt für die fachgerechte Entsorgung der Altlasten auf. Zusätzliche Kosten: 125 700 Euro.

Bereits im April hatte der Stadtrat 102 300 Euro locker gemacht, damit die verseuchten Erdmassen weggeschafft werden können, die in der Godlewskystraße gefunden wurden. Mit den hinzugekommenen Altlasten in der Fritz-Seuß-Straße steigen die Entsorgungskosten um mehr als das Doppelte. Der Haupt- und Finanzausschuss segnete die Freigabe der Gelder in seiner Sitzung am Donnerstagnachmittag ab. Mit dem Thema befasst sich auch der Stadtrat noch einmal, wenn er am Montag, 22. Juni, zusammentritt. Im Fall Godlewskystraße stimmte das Gremium im April der Übernahme der Kosten bereits zu.

Schwefelhaltiges Granulat

Kämmerer Franz Mertel muss nun umschichten. Geld steht zur Verfügung, weil die 500 000 Euro, die für den Kanal am Milchhof eingeplant waren, heuer nicht vollständig aufgebraucht werden. Auch bei den Kanalarbeiten in Alt-Eglsee entstehen Mehrkosten. Laut Mertel ist in der Baugrube schwefelhaltiges Granulat aus der früheren Eisenverhüttung entdeckt worden. Das Ausgraben und Entsorgen schlägt mit rund 95 000 Euro zu Buche. Auch gegen diesen Betrag hatte der Ausschuss nichts einzuwenden.
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