Bilanzpressekonferenz der Sparda-Bank Ostbayern für 2015
Mehr Wert

Sie vertraten die Farben der Sparda-Bank bei der Bilanzpressekonferenz im Rathaus mit vielen positiven Zahlen (von links): Vorstand Johannes Lechner, die Amberger Filialleiterin Sabine Seberak und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Michael Gruber. Sabine Seberak freute sich, dass die Amberger Zahlen über dem Gesamtdurchschnitt der Genossenschaftsbank liegen. Sie sprach von einem "rundum gelungenen letzten Jahr". Bild: Steinbacher

Niedrige Zinsen, eine überbordende Regulatorik und eine Digitalisierung, die immer neue Investitionen erfordert - das wirtschaftliche Umfeld macht es der Sparda-Bank Ostbayern nicht leicht. Am Kurs des Instituts soll das aber nichts ändern.

Was das heißt, zählte Vorstand Johannes Lechner bei der Bilanzpressekonferenz auf: die Filialen sehr beratungsorientiert aufbauen ("das ist für den Kunden ein Mehrwert"), weder Zahlenziele noch Provisionen für Mitarbeiter ausgeben ("Boni können zu Fehlanreizen führen"), das Girokonto weiter kostenlos halten, ausschließlich nachhaltig anlegen - also nicht in Rüstung, Lebensmittelspekulation oder "Risiken, die man nicht abschätzen kann".

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Michael Gruber freute sich, dass die Einlagen 2015 erstmals über die 2-Milliarden-Grenze gingen. Dass nicht alle Zahlen Steigerungsraten verzeichneten, erkläre sich durch das schwierige Umfeld. Mit einer Eigenkapitalquote von über 19 Prozent übertreffe man die geforderten 8,6 Prozent aber bei weitem.

Die Amberger Filialleiterin Sabine Seberak betonte, im 16. Jahr vor Ort habe man sich wieder durch Förderung im kulturellen Bereich oder eine Baumpflanzaktion im Forstrevier Eschenbach (Motto: ein Baum für jeden neuen Kunden) engagiert. Zudem dürften Kunden, die fünf oder zehn Jahre dabei seien, entscheiden, an welche Organisation die Bank für sie eine Zehn-Euro-Spende überweise. So seien 2640 Euro für "Amberg hilft Menschen" zusammengekommen. Laut Petra Konheiser investierte man das Geld vor allem in Wohnungseinrichtungen für Flüchtlinge.

Die Querelen um die Filialschließungen der Sparkasse Amberg-Sulzbach nehmen die Genossenschaftsbanker in Regensburg wahr, auch wenn sie das mit 17 Filialen in ganz Ostbayern recht ruhig verfolgen können. "Die waren natürlich auch an jeder Hausecke", äußerte Johannes Lechner Verständnis für die Sparkasse Regensburg, die noch wesentlich mehr Schließungen vornehme. Den Trend weg vom Erscheinen in der Filiale hin zum Onlinebanking kennt die Sparda-Bank genauso. Lechner: "Da gibt es keine Schadenfreude."

Die Kennzahlen 2015in Millionen Euro

Sparda-Bank Ostbayern

Bilanzsumme 2257 (+6,2 %)

Teilbetriebsergebnis 14,4 (-4,6 %)

Einlagen 2018 (+6,8 %)

Einlagenwachstum 128,2 (+5,5 %)

Kundenkredite 1177 (+4,4 %)

Kreditneuvergabe 223,2 (+10,8 %)

Zinsüberschuss 36,3 (-1,8 %)

Bilanzgewinn 3,4 (-1,1 %)

Filiale Amberg

Einlagen 70,4 (+12,6 %)

Kredite 61,4 (+6,4 %)

Mitglieder

Sparda Ostbayern 105 422 (+3,4 %)

Filiale Amberg 4792 (+6,0 %)
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