Der Arbeitsmarkt im September
Pflegekräfte händeringend gesucht

Der Arbeitsmarkt im Bezirk Amberg präsentiert sich "weiterhin günstig", hält die Agentur für Arbeit in ihrem am Donnerstag herausgegebenen Bericht für September fest. Mitte des Monats waren demnach rund 2200 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 2,8 Prozent weniger als im August. Gegenüber dem Vorjahr ist es jedoch ein Anstieg um 8,2 Prozent. Die Quote ging von 4,1 Prozent im August auf 4,0 im September zurück. Vor einem Jahr lag sie bei 3,7 Prozent.

"Die nach wie vor anhaltend günstige Entwicklung, die nur durch die Schulentlass- und Ferienmonate Juli und August unterbrochen wurde, setzte sich fort. Mit der aktuellen Arbeitslosenquote von vier Prozent knüpft der hiesige Arbeitsmarkt nah an das beste September-Ergebnis in den letzten 35 Jahren an, das mit 3,7 Prozent im September 2011 und dann nochmals im Vorjahr erreicht wurde": Mit diesen Worten wird der Amberger Geschäftsstellenleiter Franz Elsner zitiert. Wichtig sei es nun, alles daran zu setzen, das Angebot an offenen Stellen und an vorhandenen Arbeitskräften "sowohl qualitativ als auch quantitativ in Einklang zu bringen".

Insbesondere die Handwerksbetriebe würden - trotz erster Anzeichen einer rückläufigen Auslastung in der Industrie - eine stabile Auftragslage verzeichnen. "Sehr gute Eingliederungschancen" hätten nach wie vor Metallbauer, Heizungsbauer, Spengler und flexible Fachkräfte aus dem Hotel- und Gaststättenbereich. Ebenfalls gesucht sind nach Auskunft von Elsner gute Fachkräfte und Helfer mit Führerschein im Hoch- und Tiefbau sowie im Malerhandwerk.

"Es besteht auch nach wie vor ein beachtlicher Fachkräftebedarf im Bereich Pflege", teilt der Amberger Agentur-Chef mit. Das gelte zudem für Zahntechniker und Zahnarzthelferinnen. Etwas anders sehe es bei den Bürojobs aus. Hier würden nur "hin und wieder" Leute benötigt - vorrangig in Teilzeit mit einer flexiblen Verteilung der Arbeitszeit.

Günstige Situation


Was die Nachfrage seitens der Arbeitgeber angeht, sprach Elsner ebenfalls von einer günstigen Situation: Seit Jahresbeginn meldeten die Betriebe rund 1900 sozialversicherungspflichtige Stellen, im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Plus von zwei Prozent.

Mit der aktuellen Arbeitslosenquote von vier Prozent knüpft der hiesige Arbeitsmarkt nah an das beste September-Ergebnis in den letzten 35 Jahren an.Franz Elsner, Agentur für Arbeit in Amberg
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