Ehemaliger Forum-Innenhof einzigartig
Erste Innenstadt-Überdachung

An dieser Stelle sehen die Wittfoht-Architekten aus Stuttgart die erste Innenstadt-Überdachung Ambergs vor. Die Planer haben übrigens im vergangenen Jahr mehrere Auszeichnungen für ihr bisher größtes Projekt erhalten - den Erweiterungsbau für die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf.

Sommer-Festival, Softeis und angeblich die beste Bratwurst der Stadt - der Innenhof des Kaufhauses Storg (später Forum) ist vielen Ambergern in guter Erinnerung geblieben. Ab 2019 soll alles noch viel besser werden: Gastronomie, kleine Geschäfte und als Krönung eine Überdachung.

"Es bringt nichts, wenn wir versuchen, alte Dinge wieder nachzubauen", hatte Karlheinz Brandelik, Chef der Gewerbebau, in der Vorwoche bei der Präsentation der "Neue Münze"-Pläne im Großen Rathaussaal gesagt. Gemeint hatte er damit nicht nur den ehemaligen Vollsortimenter, sondern auch den schmucken Innenhof, der trotz der Storg- und Forum-Insolvenzen teilweise noch geöffnet war.

Zur Oberen Nabburger Straße hin soll die Baumasse zurückgenommen werden, um dem Innenhof eine neue Qualität zu verleihen. Wie genau das aussehen soll, ließ der für das Amberger Vorhaben zuständige Projektleiter Thomas Kindsvater am Dienstag auf Nachfrage wissen. Auch wegen der neuen Gestaltung und der damit steigenden Attraktivität der Freiflächen geht der Stuttgarter Architekt vom Büro Wittfoht davon aus, dass die Gewerbebau keine großen Probleme haben dürfte, die Gewerbeflächen zu vermieten.

Natürlich, räumt Kindsvater ein, sei der Name Forum aufgrund des langen Leerstandes weit über die Stadtgrenzen hinaus negativ belastet: "Als Investor konnte man sich nicht sicher sein, was einen noch alles erwartet. Da liegt schon Einiges im Argen." Eine Sanierung und ein Teilneubau böten aber komplett andere Voraussetzungen: "Dann wird das wieder richtig interessant. Ich glaube schon, dass das frequentiert wird." Der Name Wittfoht war vor über vier Jahren zum ersten Mal auf der städtischen Bildfläche aufgetaucht, als die Schwaben den Architekten-Wettbewerb für die künftige Gestaltung und Nutzung des ehemaligen Bürgerspitalgeländes gewonnen hatten.

Was aus diesen Plänen geworden ist, will Kindsvater nicht verraten: "Dazu kann ich nichts sagen. Das ist ein laufendes Verfahren." Bekanntlich hat die Stadt das Areal europaweit zum Kauf angeboten. Mitte des Jahres ist laut OB Michael Cerny mit einer Entscheidung zu rechnen.

Ob die Wittfoht-Architekten womöglich an der Seite eines Investors wieder ins Spiel kommen könnten, ließ Kindsvater am Dienstag offen, sagte aber: "Die Stadt wird schon Sorge dafür tragen, dass das nicht gegeneinander entwickelt wird."
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