Ein namhaftes Möbelhaus schließt
Schrankwand nur noch online

Die beiden Brüder Ralf (links) und Christian Hönle geben das Einrichtungshaus Möbel Gürtler an der Schlachthausstraße auf und wollen sich künftig ganz auf den Online-Handel mit Accessoires konzentrieren, der seit fünf Jahren zweites Standbein des Unternehmens ist. Bild: Steinbacher

Mit Möbel Gürtler schließt ein Haus, das eine lange Tradition hat. Ende Juni wird die 160-jährige Ära vorbei sein. Erhalten bleibt der Name Möbel Gürtler aber als Marke. Denn die geschäftsführenden Unternehmer Ralf und Christian Hönle wollen sich künftig ausschließlich dem Online-Markt widmen, den sie seit fünf Jahren mit Accessoires bedienen. Darin sehen sie einen zukunftsträchtigen und aufsteigenden Bereich.

Ralf und Christian Hönle sind stolz darauf, dass sich Möbel Gürtler von Generation zu Generation weiterentwickelte - zu einem angesehenen Möbelgeschäft, das sich mit zwei weiteren den lokalen Markt in Amberg teilte. Doch im Laufe der Zeit habe die zusätzliche Konkurrenz durch die in Regensburg und Nürnberg ansässigen Möbelgiganten dramatisch zugenommen. Wie die beiden Unternehmer erklären, habe der "hartumkämpfte Markt um die Gunst der Kunden mit seinen inflationären Rabattschlachten" das Geschäft im Hause erschwert. "Der Spaß an der Arbeit verging uns im Laufe der Zeit", gesteht Ralf Hönle, der bis zuletzt versucht hatte, den klassischen Handel aufrechtzuerhalten. "Unser Schwerpunkt liegt weiterhin im Accessoires-Bereich und nicht bei den Möbeln", kündigt Christian Hönle an. Er habe sich bereits in den vergangenen fünf Jahren hauptsächlich um diesen Bereich gekümmert. Möbel werde nur noch als Begriff im Firmennamen weitergeführt, ergänzt Ralf Hönle.

Zukunft geht onlineDass der Online-Handel kontinuierlich wachsen wird, und zwar nicht nur im Bereich der Buch- und Textilbranche, sondern auch bei leicht versendbaren Waren wie Wohn-Accessoires - davon sind die geschäftsführenden Gesellschafter von Möbel Gürtler, Ralf und Christian Hönle, überzeugt. Diese Einschätzung teilen ihren Angaben nach auch namhafte Forschungsinstitute in Deutschland.

Bereits vor fünf Jahren war die Firma in den Online-Handel eingestiegen, verkaufte parallel zum Ladengeschäft in der virtuellen Einkaufswelt Accessoires. Unterstützung bekamen Ralf und Christian Hönle von ihrem jüngsten Bruder Michael. Er habe bereit Anfang der 1990er Jahre das enorme Potenzial des Online-Handels erkannt und sein erstes Unternehmen in diesem Bereich gegründet, erzählt Ralf Hönle. Seine Erfahrung habe beim Aufbau des zweiten Standbeins von Möbel Gürtler geholfen. Die Brüder blicken positiv in die Zukunft: "Die Zeiten ändern sich, und wir verändern uns mit ihnen." (san)
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