Entlang der Frühlingsstraße entsteht in Eglsee 95 ein Baugebiet
Drillingsfeld bekommt großen Zwilling

Auf dieser freien Fläche neben der bestehenden Bebauung und im Anschluss zur Straße Im Drillingsfeld (linker Bildrand) sieht die Planung der Stadt inklusive der Doppelhaushälften 95 Parzellen vor. Größer war zuletzt nur die Martinshöhe II im Jahr 2006 mit 99 Grundstücken. Bild: Kosarew

Amberg. (tk) Die Nachfrage nach Bauland ist weiterhin ungebrochen. Weil Grundstücke wie die an der Kennedystraße Süd oder an der Boslarnstraße (bei Moos) im Handumdrehen ausverkauft sind, ist die Stadt ständig auf der Suche nach neuen Flächen. Jetzt ist sie fündig geworden. Und das nicht zu knapp.

Mitte der 90er Jahre entstand entlang der Frühlingsstraße das Baugebiet Drillingsfeld, das nun wächst. Und zwar gewaltig. In Richtung Alt-Eglsee sollen 95 neue Parzellen entstehen, darunter 26 Doppelhaushälften. Die Mitglieder des Bauausschusses hatten gegen die von Baureferent Markus Kühne vorgestellte Planung keine allzu großen Einwände und bereiteten einstimmig den Weg für die Aufstellung des Bebauungsplans.

Schöne Lage

Dieser sieht auf knapp neun Hektar Land Grundstücke zwischen 500 und 600 Quadratmetern vor. Rudolf Maier (CSU) lobte die "städtebaulich sehr gelungene" Planung, schwärmte von der schönen Lage und dachte für einen kurzen Moment an den zu erwartenden Bevölkerungszuwachs: "Das wird uns helfen, wenn wir das so anbieten können." Maier, einst Vorsitzender des TV 1861 und Fan des FC Amberg, hob aber auch den Zeigefinger: "Da kommen Familien mit Kindern. Ein Spielplatz ist da zu wenig." Besser wäre es, auch einen Bolzplatz vorzusehen. Markus Kühne ließ sich das nicht zweimal sagen: "Wir nehmen das gerne mit auf."

Die Grundstücksgrößen hielt Dieter Amann (SPD) für ausreichend, sagte aber auch deutlich, dass 95 Parzellen verteilt auf 8,7 Hektar zu viel des Guten seien: "Eine lockerere Bauweise wäre mir lieber gewesen."

Verkehr kann nicht bewältigt werden

Außerdem befürchtete der Stadtrat, dass die Frühlingsstraße den zu erwartenden Verkehr nicht zu jeder Zeit bewältigen könnte. Eine zusätzliche Erschließung über den Eisberg wäre zumindest denkbar gewesen. Ähnlich sahen es Rudolf Maier und Hans-Jürgen Bumes (Grünen). Eine mögliche direkte Verbindung über den Erzbergweg wurde aber nicht weiter thematisiert. (Angemerkt)
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