Erneut steigende Einnahmen
Finanzamt legt Zahlen für 2015 vor

Im Stillen oft verhasst, in der winterlichen Stille ein reizvoller Anblick. Das Amberger Finanzamt meldet im zweiten Jahr in Folge auch für 2015 weiter steigende Einnahmen. Bild: Finanzamt/riw

Die Steuereinnahmen sprudeln. Das ist wahrlich nichts Neues. Aber jetzt liegen konkrete Zahlen vor. Auch 2015 kann sich demnach mehr als nur sehen lassen.

Das hiesige Finanzamt hat 2013 auch die Kassenaufgaben der Ämter in Neumarkt und Regensburg mit übernommen. Im Kalenderjahr 2015 verbuchten die 29 in diesem Bereich Beschäftigten insgesamt Einzahlungen von 9,40 Milliarden Euro. Die Auszahlungen beliefen sich auf 5,70 Milliarden. Damit haben die drei Finanzämter über rund 200 000 Steuerkonten von Bürgern und Unternehmen ein Nettoaufkommen von 3,70 Milliarden Euro generiert und an den Staatshaushalt sowie Kirchensteuerämter weitergeleitet.

Diese aktuellen Zahlen veröffentlichte die Behörde am Freitag. Allein für den Amberger Bereich, das geht aus der Pressemitteilung hervor, wurden ein Steueraufkommen von 834,1 Millionen Euro verbucht. Zusätzlich wurden noch Kirchensteuern und sonstige Einnahmen von knapp 2,5 Millionen Euro erzielt. Nach einer Steigerung 2014 von 9,5 Prozent erhöhte sich das Aufkommen im vergangenen Jahr damit nochmals um 7,1 Prozent.

Besonders erfreulich fand der Leiter des Amberger Finanzamts, Leitender Regierungsdirektor Friedbert Seidel, die nochmalige Zunahme der Lohnsteuer. Das zeige, dass auch 2015 weitere Arbeitsplätze in der Region entstanden seien oder Beschäftigte sich über spürbare Lohnzuwächse bei einer sehr niedrigen Inflationsrate freuen konnten.

Rückgang trügt


Auch die gewerblichen Unternehmer und Selbstständigen haben 2015 laut Finanzamt erhebliche Gewinnsteigerungen verbucht. Der leichte Rückgang der Umsatzsteuer (2,7 Prozent nach einem außerordentlichen Anstieg um 14,8 Prozent in 2014) legt dar, dass auch 2015 weiterhin ein Großteil des verfügbaren Geldes verkonsumiert wurde. Als erfreulich bewertet die Finanzbehörde auch die nochmalige starke Erhöhung der Einnahmen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer. In diesem Bereich hätte erneut viele Steuerpflichtige die Gelegenheit genutzt, durch Schenkungen den Übergang von Vermögen auf die nächste Generation möglichst steuergünstig zu gestalten, schließt der Fiskus aus diesen Zahlen.

Intern viel Bewegung


Zu diesem "weit überdurchschnittlichen Gesamtergebnis", so die Pressemitteilung, haben an der Amberger Behörde knapp 250 Beschäftigte beigetragen. Ausgelöst durch mehr als 150 Zu- und Abgänge im Stammpersonal in den vergangenen drei Jahren, seien auch im zurückliegenden Jahr häufige organisatorische Veränderungen und erhebliche personelle Umsetzungen zu bewältigen gewesen. Zudem wurde mit der Um- und Neugestaltung des Servicezentrums und des angeschlossenen Wartebereichs in bessere Arbeitsbedingungen investiert. Die veranschlagten Kosten, auch darüber freute sich das Amt, konnten deutlich unterschritten werden. Auf rund 22 000 Besucher beläuft sich der Publikumsverkehr in diesem Bereich jährlich.

Lohnsteuer

Von 194,9 Millionen in 2014 auf 206,8 Millionen Euro in 2015, das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent.

Einkommensteuer

Von 67,9 Millionen auf 87,4 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 28,7 Prozent.

Umsatzsteuer

Von 248,3 Millionen auf 241,7 Millionen Euro, das entspricht einem Minus von 2,7 Prozent.

Körperschaftsteuer

Von 74,5 Millionen auf 76,8 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent.

Erbschaftsteuer

Von 148,7 Millionen auf 175,6 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 18,1 Prozent.
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