Erster Patentingenieur in Ambergs Hochschulgeschichte
Rückkehr bundesweit führender Experte

Wolfgang Roidl wusste zuerst nicht, was sich hinter dem Patentingenieur-Studium verbarg. Als erwiesener Fachmann kehrte er an seine alte Wirkungsstätte zurück. Bild: OTH

Wer in Amberg studiert hat, kommt offensichtlich gerne wieder: Wolfgang Roidl war an der Fachhochschule der erste Absolvent im Studiengang Patentingenieurwesen - 2003 schloss er sein Studium mit Diplom ab. Jetzt kehrte er laut einer Pressemitteilung zurück, um auf dem 11. Amberger Patenttag zu referieren. Dazwischen liegen 13 Jahre und eine steile Karriere bei der Krones AG.

Der Patenttag gehört laut der Presseinfo aus der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) zu den renommiertesten Veranstaltungen ihrer Art Deutschlands. In diesem Jahr referierten Experten zum Thema "Innovationen und Schutzrechte", darunter Beate Schmid (Präsidentin des Bundespatentgerichts) und Günther Schmitz, Vizepräsident des Deutschen Patent- und Markenamts in München. Auch Diplom-Ingenieur Wolfgang Roidl zählt zu diesem Expertenkreis - als European Patent Attorney (Bevollmächtigter) bei Krones punktete er in seinem Gastvortrag mit Praxiswissen über Erwerb und Durchsetzung von Schutzrechten in Unternehmen. "Der Studiengang Patentingenieurwesen war ideal für mich", sagte Wolfgang Roidl und fügte hinzu: "Ich schrieb meine Diplomarbeit bei Krones und erhielt dort sofort nach meinem Studium einen Job. Ohne eine einzige Bewerbung."

Auf Umwegen Traumjob


Dabei sei Roidl über einen kurzen Umweg an sein Traumstudium gekommen. Begonnen habe er mit der Umwelttechnik an der Hochschule in Amberg. Dort sei er dann auf von den neuen und in Deutschland einmaligen Studiengang Patentingenieurwesen aufmerksam geworden. Roidl: "Viele wussten mit diesem Studiengang an der Schnittstelle zwischen Technik und Recht nichts anzufangen. Ich musste immer erklären, was ich da eigentlich mache." Das habe sich radikal verändert: "Heute setzen viele Unternehmen gezielt auf das Know-how von Patentingenieuren, um ihre Innovationen wirksam zu managen und zu schützen."

Eines der ersten Unternehmen, die das getan haben, sei die Krones AG gewesen. Hier baut Wolfgang Roidl seit 2009 mit seinen Kollegen die Patentabteilung um und aus. Eine weitblickende Entscheidung des Anlagen-Herstellers aus Neutraubling, wie Roidl in seinem Vortrag zeigte. Denn die Anzahl der erteilten und lebenden Schutzrechte von Krones sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen: Von rund 1500 im Jahr 2009 auf 4000 in den vergangenen zwölf Monaten. Im Alltag managen Roidl und Co. den gesamten Prozess - von der Prüfung relevanter Erfindungen über die Anmeldung bis zur Durchsetzung der Rechte vor Gericht.

Steile Karriere


Aktuell arbeiten zehn Experten in der Patentabteilung von Krones; Wolfgang Roidl ist seit 2013 zugelassener Vertreter beim Europäischen Patentamt, seit 2014 leitet er das Patentmanagement der Krones AG. Sein Werdegang zeigt laut der Mitteilung: An der Schnittstelle zwischen Schutzrecht und Technik können steile Karrieren starten. Und das erste Kapitel der Erfolgsbiographie wurde an der Hochschule in Amberg geschrieben.
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