Gemeinsames Energieprojekt von OTH und Studentenwerk
So werden Mieten niedrig gehalten

Prof. Dr. Markus Brautsch, Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, und Josef Tost, Geschäftsführer des Studentenwerks Oberfranken (von links), besprechen das weitere Vorgehen. Bild: hfz

Effizienzsteigerung und Kostensenkung: Ein gemeinsames Projekt des Instituts für Energietechnik in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung und dem Studentenwerk Oberfranken hat genau das zum Ziel. Denn in Bestandsobjekten steckt großes Potenzial: zehn Prozent CO2-Einsparung ohne großen wirtschaftlichen Aufwand sind möglich.

Prof. Dr. Markus Brautsch von der OTH Amberg-Weiden und Josef Tost, Geschäftsführer des Studentenwerks Oberfranken, haben das erkannt und ein gemeinsames Konzept auf den Weg gebracht. Dieses habe auch das bayerische Wirtschaftsministerium überzeugt, das das Projekt zu 50 Prozent fördert, heißt es in einer Presse-Information.

Das Konzept beinhaltet die Erfassung des Energieverbrauchs und der -infrastruktur der rund 15 Studierenden-Wohnheime des Studentenwerks Oberfranken, die größtenteils vor 30 Jahren erbaut wurden. Mit den Daten werden Steckbriefe erstellt und eine Datenbank aufgebaut.

Das lässt Schwachstellen leichter erkennen: zum Beispiel, dass die Heizungspumpe veraltet ist und getauscht werden muss. Mit den Steckbriefen, die jährlich aktualisiert werden, wird ein Energie-Monitoring aufgebaut. Geringinvestive Maßnahmen könnten somit gleich umgesetzt werden und vorhandene Wohnanlagen optimiert werden.

"Das kommt den Studierenden zugute, denn Mieten können niedrig gehalten werden, da die Betriebskosten unten bleiben", sagt Josef Tost. "Es ist wichtig, so ein Projekt zu starten mit einem Partner, der die Liegenschaften unter die Lupe nimmt."

Prof. Dr. Markus Brautsch steht mit dem Studentenwerk Oberfranken schon lange in Kontakt, hauptsächlich was Fragen rund um die Energieeffizienz bei Neubauten betrifft. Mit dem Projekt wird die Zusammenarbeit ausgebaut: "Unser Konzept zeigt, dass die Steigerung der Energieeffizienz beziehungsweise das Thema Energieeinsparung zunehmend in den Fokus rückt", betont Brautsch.

Die Kosten wurden mit 85 000 Euro veranschlagt, wobei das bayerische Wirtschaftsministerium eine Förderung in Höhe von 42 000 Euro zugesichert hat.

Für das Studentenwerk Oberfranken langfristig gesehen eine vergleichsweise geringe Investition in ein Projekt, das eine große Wirkung hat und ökologisch sinnvoll ist.
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