Heimat- und Finanzminister Markus Söder mit Staatssekretär Albert Füracker zu Gast
„Hütte vor glänzender Zukunft“

Zum Besuch in der Luitpoldhütte gehörte am Montag auch ein Rundgang durch den Produktionsbereich der Gießerei mit (von links) LH-Geschäftsführer Olivier Babilon, Ogepar-Mitanteilseigner Emmanuel Froidbise, Betriebsratsvorsitzendem Christian Zwack, Staatssekretär Albert Füracker, Minister Markus Söder und Oberbürgermeister Michael Cerny - hier vor dem laufenden Kupolofen mit glühend-heißem Flüssigeisen. Bild: Steinbacher

"Ich bin überzeugt davon, dass die Luitpoldhütte eine glänzende Zukunft vor sich hat." Geprägt hat diesen Satz am Montag beim Werksbesuch von Heimat- und Finanzminister Markus Söder Ewout Vandamme. Er ist bei der Ogepar-Gruppe, der neuen Eigentümerin der Gießerei, zuständig für die Expansion des Familienunternehmens.

Bayern hat zwar seine Anteile an der LH nach der Insolvenz im vergangenen Herbst eingebüßt. Abgerissen aber sind die Kontakte keineswegs. Das wurde nun deutlich, als Minister Söder, sein Staatssekretär Albert Füracker und Oberbürgermeister Michael Cerny die Firma an der Sulzbacher Straße besuchten. Vor einem Rundgang durch die Produktionshallen nutzten sie den Aufenthalt zum Gespräch mit führenden Köpfen der luxemburgischen Holding und dem Betriebsrat.

Maximal zehn Millionen


Söder und Füracker machten gegenüber Pressevertretern deutlich, dass sich ihr Ministerium intensiv für eine vernünftige und gesicherte Zukunft der Hütte eingesetzt habe. Mit Ogepar habe man einen zuverlässigen Partner gefunden. Und der Minister erneuerte die Zusage, dass der Freistaat, sollten Altlastenbeseitigungen anstehen, mit einem Maximal-Volumen von zehn Millionen Euro einspringen werde.

OB Cerny verdeutlichte in seiner Rückbetrachtung, "dass die Luitpoldhütte tatsächlich auf der Kippe gestanden" sei. In Anspielung auf Finanzminister Söder und dessen Einsatz meinte er scherzhaft: "Das Werk aber wird deshalb nicht in Markus-Hütte umbenannt." Die Einigung mit Ogepar sei im Hintergrund in aller Ruhe und mit offenen Türen angebahnt worden: "Das war einer der Schlüssel des Erfolgs."

Mit Emmanuel Froidbise nahm am Montag ein Miteigentümer des Familienunternehmens vor Ort teil. Er hält mit seinem Vater die Ogepar-Zügel in Händen. Nach seinen Angaben beschäftigt die Gruppe weltweit rund 1300 Menschen, den Großteil davon in Europa.

Glaube an die Existenz


Weitere Zahlen zum Konzern nannte Ewout Vandamme, als er sagte, dass Ogepar für heuer einen Gesamtumsatz von 250 Millionen Euro ansteuere. 2014 habe man einen Nettogewinn von 14 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Firmen unter dem Dach der Holding seien voneinander unabhängig: "Alle haben ihre eigene Identität, aber auch ihre eigene Verantwortung." Vandamme schloss mit der Bemerkung: "Wir haben die Luitpoldhütte gekauft, weil wir an deren Existenz in der Zukunft glauben."

Der neue Geschäftsführer der LH und zugleich Chef zweier Gießereien in Frankreich, Olivier Babilon, berichtete davon, dass es in den ersten Monaten 2016 schon gelungen sei, für alle drei Werke Aufträge mit einem Gesamtvolumen von sieben Millionen Euro an Land zu ziehen. Wirksam würden diese Bestellungen ab 2107. Heuer werde Ogepar drei Millionen Euro in die LH investieren, unter anderem in die Sandaufbereitung und in die Vergrößerung der Gusskästen.

Vorgesehen sei aber auch, den Ausstoß der Produktion zu steigern und die Qualität noch weiter zu verbessern. Dies sei die Stärke der Amberger Niederlassung. Überleitend auf die Belegschaft setzte Babilon den Schlusspunkt: "Es ist sehr angenehm, mit dieser Mannschaft zu arbeiten."

Wir haben die Luitpoldhütte gekauft, weil wir an deren Existenz in der Zukunft glauben.Ewout Vandamme, als Direktor in der Ogepar-Gruppe zuständig für Expansion
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