Institut für Frühpädagogik zieht nach Amberg
Ein wenig Panik war da

Im neuen Dienstleistungszentrum in der Marienstraße ist seit einiger Zeit die IT-Beratungsstelle der bayerischen Justiz untergebracht. Die Ampel für den Umzug der gemeinsamen IT-Stelle der Justiz mit insgesamt 64 Beschäftigten nach Amberg steht auch schon auf Grün. Bild: Hartl

"Wie weit ist denn das von Regensburg entfernt?" Ein wenig Panik war schon aus der Stimme der netten Mitarbeiterin des Instituts für Frühpädagogik herauszuhören. Schließlich soll die Staatsbehörde samt 34 Beschäftigten von München nach Amberg umziehen.

Wer bekommt was? Wer zieht wohin? Wie viele Arbeitsplätze werden es am Ende? Die Fragen waren gestern Nachmittag schnell beantwortet: Insgesamt 98 Stellen sind es, die in den kommenden fünf bis zehn Jahren von München nach Amberg verlagert werden. Die Pläne von Heimatminister Markus Söder sehen vor, dass das Institut für Frühpädagogik mit seinen 34 Mitarbeitern ebenso von der Isar an die Vils wandert wie die gemeinsame IT-Stelle der bayerischen Justiz mit 68 Mitarbeitern. Letztere findet in Amberg die IT-Beratungsstelle der Justiz vor, die bereits vor zehn Jahren hier angesiedelt worden ist.

Fluktuation nutzen

Am Vormittag waren die Mitarbeiter der beiden Behörden informiert worden, am Nachmittag präsentierte Minister Markus Söder der Presse das Ergebnis seiner "Heimatstrategie": 2225 Beamte und Tarifbeschäftigte sowie 930 Studierende werden demnach von den Ballungsräumen - und hier vor allem München - in die Provinz verpflanzt. Allerdings seien keine Zwangsversetzungen vorgesehen, so heißt es im vorgelegten Söder-Papier. Vielmehr solle die natürliche Fluktuation genutzt werden, um den Umzug möglichst sozialverträglich zu gestalten. Immerhin, so Markus Söder, scheiden in den nächsten zehn Jahren rund 25 Prozent aller Mitarbeiter in den betroffenen Behörden altersbedingt aus dem Dienst aus. Allein dadurch könne ein großer Teil der zu verlagernden Stellen komplett neu und bevorzugt mit Menschen aus der jeweiligen Region besetzt werden. Im Unklaren lässt Markus Söder zunächst einmal, wann konkret in diesem Jahr mit den Behördenverlagerungen begonnen werden soll.

Unklarheit herrschte am Mittwoch auch noch darüber, wo die beiden neuen Behörden untergebracht werden sollen. Als wahrscheinlich gilt, dass die gemeinsame IT-Stelle der Justiz mit der IT-Beratungsstelle der Behörde zu einer Verwaltungseinheit zusammengefasst werden soll. Ob das am jetzigen Standort im Gewerbebau-Neubau an der Marienstraße möglich sein wird, muss untersucht werden. Es würde immerhin eine Organisationseinheit mit rund 100 Beschäftigten entstehen.
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