Italienische Gastronomie öffnet im Park-Kino
Neue Heimat für Pizza und Pasta

45 Zentimeter breite Pizzen auf sehr dünnem Teig sind ein Aushängeschild der L'Osteria. Betreiber Matthias Seliger (rechts) und Restaurantchef Emanuel Groß (links) präsentieren hier ein paar Exemplare. Bild: Hartl (4)

Das Masken-Relief über dem Eingang, die Klappsitz-Reihe in der Ecke: Ein Stück vom Park-Kino lebt noch fort, auch wenn das Haus jetzt L'Osteria heißt und Pizza und Pasta den Ton angeben. Betreiber Matthias Seliger ist das recht, verbinde doch so mancher mit dem Kino die Erinnerung an seinen ersten Kuss.

Und auch das ganze Osteria-Konzept ist für diesen historischen Hintergrund dankbar, denn hier soll sich "jeder Gast wie in der typisch italienischen Osteria aus Federico Fellinis Film 'Roma' fühlen".

300 Gäste hatte Matthias Seliger geladen, um mit ihm am Donnerstagabend die offizielle Eröffnung zu feiern - nach Umbauarbeiten, die seit März andauerten und laut Unternehmensangaben insgesamt rund 2,7 Millionen Euro kosteten. Sie beförderten etwa die offene und einsehbare Küche auf die vorherige Filmbühne und schufen mit hohen Decken, Fensterfronten bis zum Boden, schwarzen Fliesen, Designerlampen oder Vollholztischen den typischen L'Osteria-Stilmix.

Seliger, Architekt Georg Zunner und Hausbesitzer Michael Fellner, der das Gebäude vor zwei Jahren von der Familie Wörz erworben hat, bedankten sich vor allem bei den Handwerkern, die ausnahmslos voll mitgezogen hätten, auch wenn es eng geworden sei. Oberbürgermeister Michael Cerny lobte das Lokal als Bereicherung für die Innenstadt.

Eine "Systemgastronomie ohne erkennbares System" nennt L'Osteria-Pressesprecher Christian Bendig das Konzept des Ladens. Auf kulinarischem Gebiet fällt es Matthias Seliger leichter, zu erklären, worum es in der Hauptsache geht: Pasta sowie Pizzen mit 45 Zentimeter Durchmesser auf hauchfeinem Teig, "und wir drehen alle mit der Hand". Seliger hat ein Team von gut 30 Mitarbeitern beschäftigt; die zehn in der Küche ("alle aus Kalabrien") sind ausnahmslos in Vollzeit angestellt. Seligers Mietvertrag läuft über zwölf Jahre, wie er im Pressegespräch verriet.

L'Osteria in ZahlenAmberg ist das 63. Restaurant, das unter der Bezeichnung L'Osteria öffnet. 53 davon sind in Deutschland, 9 in Österreich, eines in der Schweiz. Ende des Jahres soll die erste L'Osteria in England entstehen. In Amberg gibt es 130 Plätze innen und 80 außen. Geöffnet ist von Montag bis Samstag von 11 Uhr bis Mitternacht sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 23 Uhr.

Die erste L'Osteria öffnete 1999 in Nürnberg. Matthias Seliger (38) war 2009 der erste Franchisenehmer und setzte das Konzept zunächst in Neumarkt um, 2015 dann in Bayreuth. Mit seiner dritten Osteria kehrt er in seine Heimatstadt zurück. Spendengeschenke zur Eröffnung lässt Seliger laut Pressemitteilung zu 100 Prozent dem Verein zur Förderung der studentischen Jugend Amberg für dessen Projekt Grimmerthal zukommen. (ll)
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