Jahresrückblick 2015 - Aufregung um die Luitpoldhütte
Erst insolvent, dann gerettet

Die Bombe platzt am 27. August: Die Luitpoldhütte hat Insolvenz angemeldet. Auch wenn die Zeichen schon seit Monaten auf Sturm standen, kommt die Zahlungsunfähigkeit doch unvermittelt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Hubert Ampferl (Nürnberg) will das Unternehmen mit seinen 450 Mitarbeitern sanieren.

Er sieht dafür gute Ansätze: Es sind wohl über zehn Investoren, mit denen Ampferl Gespräche führt. Vorausgegangen ist eine europaweite Sondierung. Zahlreiche Besichtigungen folgen, eine Reihe von Angeboten liegt vor. Diese sind Grundlage für weitere Gespräche mit Betriebsrat und IG Metall.

Ende November wird es ernst: Bei einer Betriebsversammlung geht es um die Zukunft der Mitarbeiter - über 100 sollen entlassen werden.

Nach der Zusammenkunft, an der fast alle 500 Beschäftigten teilnehmen, steht fest: Kündigungen gibt es nicht, trotzdem müssen 115 Menschen gehen. Sie sollen sich in einer Transfergesellschaft weiterqualifizieren und nach einem Job Ausschau halten. Das vorläufige Insolvenzverfahren nähert sich zum 30. November seinem Ende. Danach wird das Insolvenzverfahren eröffnet.

Kurz vor Weihnachten ist die Hütte gerettet: Die in Luxemburg ansässige Ogepar-Holding kauft die LH mit ihren verbliebenen 360 Mitarbeitern und verpflichtet sich, in den nächsten fünf Jahren 15 Millionen Euro zu investieren. (eik)
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