Kaum noch Kapazitäten
Von 1648 Wohnungen lediglich 18 zu mieten

Vorstand und Aufsichtsrat des Wohnungsunternehmens (von links): Rudolf Maier, Gisela Kraus, Jürgen Steinhof, Johann Zimmermann, Dieter Gerl, Ernst Neckermann, Gerhard Zintl, Franz Fuchs, Tanja Tatara, Rudolf Sailer und Stefan Heumann. Bild: gf

Im Stadtgebiet gibt es etwa 22 000 Mietwohnungen. 1648 davon gehören dem Wohnungsunternehmen. Das entspricht einem Marktanteil von 7,5 Prozent, wie es am Samstag bei der Mitgliederversammlung im Pfarrheim St. Georg hieß.

Amberg, (gfr) "Die Ertragslage des Wohnungsunternehmens ist zufriedenstellend", teilte Vorstand Dieter Gerl mit. Wohnraum zu bezahlbaren Preisen bieten, dafür stehe die Gesellschaft, deren knapp 1900 Mitglieder mehr als 11 000 Geschäftsanteile gezeichnet haben. Insgesamt verwalte die GmbH 208 Häuser und 1648 Wohnungen mit einer Wohn- und Nutzfläche von fast 104 000 Quadratmetern sowie 447 Garagen, Tiefgaragenstellplätze und Carports sowie 280 nicht überdachte Kfz-Stellplätze.

Noch relativ ausgeglichen


In Deutschland seien im vergangenen Jahr rund 178 Milliarden Euro in den Neubau und die Modernisierung der Wohnbestände geflossen, sagte Gerl. Den Mietwohnungsmarkt bezeichnete der Sprecher als relativ ausgeglichen, jedoch sei mittelfristig in Amberg ein Anstieg bei der Wohnungsnachfrage zu erwarten.

Fast 600 000 Überschuss


Danach präsentierte Gerl Zahlen, die sein Unternehmen betreffen: Die Bilanzsumme liege bei knapp über 38 Millionen Euro, der Jahresüberschuss betrage fast 600 000 Euro. Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung seien im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf fast sieben Millionen Euro gestiegen. Die darin enthaltenen Grundmieten hätten sich für Wohnungen um 1,3 Prozent erhöht, während die Abschläge für Heiz- und Betriebskosten um 2,1 Prozent gesenkt werden konnten.

Aktuell verlange das Unternehmen 4,23 Euro pro Quadratmeter Wohnraum zuzüglich Betriebskosten von 1,10 Euro pro Quadratmeter. In einer ähnlichen Größenordnung schlagen Heiz- und Warmwasserkosten zu Buche. Für Instandhaltungen habe die Gesellschaft im Vorjahr über 2,5 Millionen Euro aufgewendet, für Modernisierungen über 680 000 Euro. Der größte Teil davon für die umfassende Sanierung von 18 Wohnungen, die neu vermietet wurden. Im Geschäftsjahr 2015 habe es 168 Mieterwechsel gegeben, lediglich 18 der 1648 Wohnungen stünden derzeit leer.

Das Eigenkapital habe sich geringfügig auf 342 000 Euro erhöht. Für dieses Jahr geht Gerl erneut von einem kleineren Jahresüberschuss aus. Die Bilanzsumme (38 Millionen Euro) setze sich aus 18 Millionen Eigenkapital, 17 Millionen langfristigem und fast drei Millionen Euro kurzfristigem Fremdkapital zusammen. Grundsätzlich sei die Vermögenslage des Unternehmens geordnet, betonte Gerl mit Blick auf das bilanzierte Eigenkapital (46 Prozent).

Großteil schon verkauft


Die Bauträger-GmbH des Wohnungsunternehmens habe vergangenes Jahr die Orangerie II mit 19 Eigentumswohnungen in der Raigeringer Straße fertiggestellt, in der Kennedystraße stünden vier Doppelhaushälften kurz vor dem Abschluss, drei seien bereits verkauft. Im nächsten Jahr sollen 14 Eigentumswohnungen im Bereich Jahn- und Pfistermeisterstraße bezugsfertig sein, wobei 80 Prozent schon verkauft seien.

Personal & DividendeReine Formalie war die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, denn die Buchführung entspreche den gesetzlichen Vorschriften, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Rudolf Maier. Der Prüfungsverband Bayerischer Wohnungsunternehmen habe die genossenschaftliche Pflichtprüfung vorgenommen und keine Beanstandungen festgestellt.

Die Mitgliederversammlung beschloss, vom Jahresgewinn gut 71 000 Euro als Dividende auf die Geschäftsguthaben auszuschütten, was einer Verzinsung von vier Prozent entspricht. Der weitere Bilanzgewinn in Höhe von etwa 513 000 Euro wird anderen Ergebnisrücklagen zugewiesen.

Turnusgemäß endete für Johann Zimmermann, Gerhard Zintl und Hubert Keck die Amtszeit als Aufsichtsräte, jedoch wurden sie von der Mitgliederversammlung für weitere drei Jahre in das Gremium gewählt.

Den Vorstand des Unternehmens bilden Dieter Gerl, Franz Fuchs und Jürgen Steinhof. Im Aufsichtsrat sind Vorsitzender Rudolf Maier, stellvertretende Vorsitzende Gisela Kraus sowie die regulären Mitglieder Stefan Heumann, Hubert Keck, Ernst Neckermann, Rudolf Sailer, Tanja Tatara, Johann Zimmermann und Gerhard Zintl. (gfr)
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