Klaus Schmid verkauft Amberger Kühltechnik
Kühltechnik der Kapitalanleger

Die Amberger Kühltechnik gehört nicht mehr der Familie Schmid. Seit dieser Woche ist eine Münchener Kapitalanleger-Gesellschaft neue Eigentümerin. An einen Abbau der rund 100 Stellen ist nicht gedacht. Bild: Huber

Seit 1922 war die Firma eng mit dem Namen Schmid verbunden. Hans Schmid gründete sie als Elektroinstallationsbetrieb, Adolf Schmid machte 1972 aus ihr die Amberger Kühltechnik. Klaus Schmid, der sie 2006 übernahm, hat die AKÜ nun verkauft.

Amberg.(tk) Eine fast 100 Jahre alte Familientradition ist in dieser Woche zu Ende gegangen: Klaus Schmid, in dritter Generation Geschäftsführer, hat das Unternehmen an eine Gesellschaft aus München veräußert, die sich im Auftrag von Kapitalanlegern an Firmen beteiligt. Der Notarvertrag ist unterzeichnet, neue Besitzerin ist die von der Heydt Industrie-Kapital GmbH, die den Regensburger Axel Scherrieble an der Dr.-Aigner-Straße als Geschäftsführer eingesetzt hat. Der 43-Jährige versichert im Gespräch mit der AZ, dass sich nur die Namen an der Spitze ändern: "Es bleibt alles beim Alten." Teilhaber aus Amberg gebe es aber nicht mehr.

Kaufpreis geheim

Über den Kaufpreis und seine Beweggründe sagt Klaus Schmid nichts, lässt aber per E-Mail mitteilen: "Ich bin froh darüber, einen professionellen und verantwortungsvollen neuen Eigentümer für die AKÜ gewonnen zu haben. Ich bin davon überzeugt, damit frühzeitig die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft meines Unternehmens gestellt zu haben."

Schritt in die Selbstständigkeit

Axel Scherrieble, der 20 Jahre als Kältebauer tätig war, die Hälfte davon in Indonesien und Singapur, wagte zuletzt als Unternehmensberater den Schritt in die Selbstständigkeit, bevor er sich der AKÜ widmete, "weil die Firma so gut dasteht". Sie lebe vom Fachwissen der gut 100 Mitarbeiter: "Wir wollen diese Schiene weitergehen." An einen Personalabbau oder sonstige Einschnitte sei nicht gedacht: "Es wird keine Abspaltung oder Verkäufe geben."

"Gesunde Basis"

Auch Andreas Demel, Geschäftsführer der neuen Eigentümerin, prophezeit erfolgreiche Zeiten: "Das Unternehmen ist ein typischer Vertreter des deutschen Mittelstandes - solide familiengeführt, organisch gewachsen und innovativ. Wir können gemeinsam auf eine gesunde finanzielle Basis aufsetzen, die AKÜ zusammen mit dem Management sowie den Mitarbeitern weiterentwickeln und damit die erfolgreiche Unternehmenshistorie fortschreiben."
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