Maßnahmen für Flüchtlinge zeigen erste Erfolge
Arbeitsvertrag in der Tasche

Alle können sich darüber freuen, dass ISE-Lehrgangsteilnehmer schon während des laufenden Kurses einen Arbeitsvertrag erhalten haben (von links): Muthana Al Odat aus Syrien, Analou Blank (Philippinen), Maia Tabutsadze aus Georgien, Rainer Liermann vom Jobcenter, ISE-Referent Thomas Klein, Kursleiter Thomas Renner, Shiva Khalili (Iran), ISE-Geschäftsführer Peter Blendowski und Mohammad Mousa aus Syrien. Bild: usc

Flüchtlinge nicht nur in eine für sie bislang unbekannte Kultur, sondern auch in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu integrieren, ist eine große, noch zu bewältigende Aufgabe. Es gibt erste Erfolgsmeldungen. Sie kommen vom Sprach- und Berufsbildungszentrum ISE und vom Jobcenter.

Amberg. (usc) Analou Blank (Philippinen), Maia Tabutsadze (Georgien), Shiva Khalili (Iran) sowie Muthana Al Odat und Mohammad Mousa, beide aus Syrien, sind quasi Vorzeigeschüler. Sie besuchen bei ISE eine Maßnahme zur Vermittlung von Fachkompetenzen und beruflichen Qualifikationen im gewerblichen und kaufmännischen Bereich. "Sie alle haben jetzt schon einen Arbeitsvertrag beziehungsweise Ausbildungsvertrag", freut sich deshalb ISE-Geschäftsführer Peter Blendowski.

Im April begonnen


"Fokus Beruf und Arbeit speziell mit Menschen mit Migrationshintergrund" nennt sich die Bildungsmaßnahme, die im April begonnen hat und im November endet. Zum Kursbeginn drückten 20 Männer und Frauen aus allen Teilen der Welt die Schulbank. Sieben weitere kamen noch hinzu. Sie sind nach Blendowskis Erfahrungen sehr ehrgeizig und wissbegierig. Zuvor hatten sie fleißig in einem Integrationskurs Deutsch gebüffelt und das Sprach-Niveau A2 oder B1 erreicht.

Die Chefin des Jobcenters, Sonja Schleicher, und ihr Kollege Rainer Liermann, der Teamleiter der Arbeitsvermittlung, gesellten sich einen Vormittag lang zu den Schülern, um hautnah die Unterrichtspraxis und Effizienz des Kurses zu erleben. Auch Erwin Röhrer, Regionalkoordinator Integration am Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, nutzte die Chance, die Arbeit von Kursleiter Thomas Renner zu verfolgen.

Thema an diesem Tag: Wie antwortet man per Brief auf die Reklamation eines Kunden? Dies gehört zum Kursbestandteil "Kommunikation im Beruf". Hierbei geht es unter anderem darum, Deutsch im Beruf zu verstehen und zu verwenden, Kontakt und Umgangsformen mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden zu üben. Schreibfertigkeit und Hörverständnis für Arbeit und Beruf gehören dazu.

Weitere Schwerpunkte des Lehrgangs sind Schlüsselqualifikationen und berufliche Kompetenzen sowie sozialpolitische Betreuung. Betriebserprobungen und Tipps für die Stellensuche eröffnen Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern. Auch Bewerbungstraining steht auf dem Stundenplan. Wie ISE-Geschäftsführer Blendowski den Besuchern aus dem Jobcenter mit großer Freude berichtete, haben elf der Kursteilnehmer bereits Arbeit oder einen Ausbildungsplatz.

Voraussetzung Integration


Schleicher war begeistert von dem, was die Teilnehmer beherrschen. Wichtig sei, dass die Neuankömmlinge bald auf eigenen Beinen stehen. Das Jobcenter fördere deshalb gerne derartige Lehrgänge. Regionalkoordinator Röhrer ermunterte die Frauen und Männer mit Migrationshintergrund, dranzubleiben und die Sprachkenntnisse weiter zu verbessern. Ganz wichtig für ein berufliches Fortkommen sei die Integration.
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