Möbelhaus zieht ins Möbelhaus
Aus Gürtler wird Ostler

Manfred Ostler (rechts), seine Tochter Astrid Kolb und Roman Steiner, Leiter des Küchenstudios, ziehen an einem Strang. Ralf Hönle (Zweiter von rechts), der bisher mit seinem Bruder Christian das Möbelhaus Gürtler führte, freut sich, dass in die Immobilie an der Schlachthausstraße wieder eine Einrichtungshaus einzieht. Bild: Steinbacher
 
Noch wird kräftig gewerkelt, damit zur Eröffnung, die in vier bis sechs Wochen ist, alles fertig ist. Bild: Steinbacher

Der Zettel "Zu vermieten" hing lange am Schaufenster. Doch irgendwann fiel das Blatt mit dem Zusatz "60 Quadratmeter" ab. Da griff Manfred Ostler zum Telefon. Und jetzt sind er und seine Tochter Astrid Kolb Mieter von 5000 Quadratmetern - aus Möbel Gürtler wird Möbel Ostler.

Im Erdgeschoss werden die Küchen eingepasst und aufgestellt. Zig Kartons stehen rum, von der Decke hängen diverse Kabel. Die Handwerker steigen auf Leitern, bohren und streichen. "Seit drei Monaten renovieren wir", sagt Astrid Kolb. "Die Handwerker haben sich teilweise die Klinke in die Hand gegeben." Momentan befindet sich Möbel Ostler noch am Haager Weg, doch im jetzigen Einrichtungshaus läuft der Abverkauf.

Die doppelte Fläche


Die Verkaufsfläche von 2500 Quadratmetern wird durch den Umzug ins frühere Möbelhaus Gürtler verdoppelt. "Hier haben wir 5000 Quadratmeter", sagt Manfred Ostler. Mit einem Küchenstudio auf einer Fläche von 800 Quadratmetern ist die Firma außerdem in Sulzbach-Rosenberg vertreten. Der Standort bleibt erhalten. In Amberg bot Ostler bislang keine Küchen an, was sich aber durch den Umzug ändern wird.

Das komplette Gebäude an der Schlachthausstraße wurde entkernt, Böden (bis auf die im ersten Stock) und Decken wurden neu gemacht. Umgesetzt wurde außerdem ein Lichtkonzept. Hinsichtlich der Eröffnung wollen sich Manfred Ostler und seine Tochter keinen Zeitdruck auferlegen. "Das wird in den nächsten vier bis sechs Wochen sein", sagt der Chef. Ein neues Design bekam auch die Außenfassade, der Entwurf dafür stammt von einem eigenen Mitarbeiter: Roman Steiner, Leiter des Küchenstudios.

"Optimale Lösung"


Wie Ralf Hönle, der mit seinem Bruder Christian bisher Möbel Gürtler geführt hatte, erklärt, hatten die Verhandlungen mit Ostler Ende November begonnen. Dass die Firma das Gebäude gemietet hat, bezeichnet er als eine "für beide Seiten optimale Lösung". Hönle freut sich, dass Gürtler-Personal übernommen wurde. Insgesamt hat Ostler 30 Mitarbeiter. "Einen besseren Nachfolger hätten wir uns gar nicht wünschen können", sagt Hönle über seine Mieter. Und die freuen sich, dass der Zufall, also der heruntergefallene Zettel mit den 60 Quadratmetern, ihnen einen guten Standort für ihr Unternehmen beschert hat.

Nachhaltigkeit ein großes Thema bei Möbeln"Der Stellenwert von Möbeln hat in den vergangenen Jahren wieder zugenommen", freut sich Astrid Kolb, die zusammen mit ihrem Vater Manfred Ostler das Möbelhaus führt. "Das Eigenheim ist wieder wichtiger geworden - und daheim will man sich wohlfühlen." "Früher war eine Küche ein Mittel zum Zweck, heutzutage ist sie ein Erlebnis", ergänzt Manfred Ostler.

Das Wohnzimmer werde immer mehr integriert, erläutert er den aktuellen Trend. Möbel Ostler hat nach Angaben der Inhaber eine enorme Stammkundschaft. "Viele Kunden fragen, woher die Möbel kommen. Sie legen Wert darauf, dass sie schadstoffarm produziert werden." Ebenso gefragt seien stabile Möbel. "Man merkt schon den Unterschied, ob es ein echter Holztisch ist, da sitzt man ganz anders", führt seine Tochter Astrid aus. "Vom Sortiment her haben wir ein ähnliches Angebot wie Möbel Gürtler."

"Massivholz ist einer unserer Schwerpunkte." Dieses lasse sich gut modern kombinieren, weiß die Expertin. Stücke von namhaften Polstermöbel-Herstellern hat Ostler in seinem Sortiment, zum Beispiel Rolf Benz, aber auch Brühl aus Bad Steben. "Das Thema Schlafen ist bei uns auch recht groß angesetzt", sagt Astrid Kolb. (san)
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