Müllmengen-Entwicklung in der Stadt
Das hat sich eingependelt

Beim Grüngut ging 2015 die zur Verwertung erfasste Menge relativ deutlich um rund 15 Prozent oder 115 Tonnen zurück. Einen Trend vermag die zuständige Abfallwirtschafts-Abteilung im Rathaus daraus noch nicht abzulesen. Es könnte beispielsweise auch an dem trockenen Sommer des vergangenen Jahres gelegen haben. Bild: Steinbacher

Der Gesetzgeber war angetreten, die Müllflut einzudämmen und schuf einen gigantischen Markt der Abfallwirtschaft. Der will am Laufen gehalten werden. Deshalb ist alles eher zu einer Frage der Definition geworden.

Mittendrin natürlich auch Amberg. Die Stadt gehört dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) an, der ihr die Hauptlast der kommunalen Entsorgungspflicht abnimmt. Der ZMS ist es deshalb auch, der über die detailliertesten Daten der Entwicklung der Abfallmengen im Stadtgebiet verfügt. Den Bericht über das zurückliegende Jahr erstattete Rechtsreferents Dr. Bernhard Mitko, der auch die Umweltabteilung leitet, am Donnerstag dem zuständigen Ausschuss.

Danach legte der ZMS für 2015 eine Einwohnerzahl von 42 548 (Stichtag 30. Juni 2015) zugrunde, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 223 Menschen entspricht. Die statistischen Angaben unterscheiden zwischen den vier Fraktionen Wertstoffe, Gewerbeabfall, Rest- und Sperrmüll.

Vor diesem Hintergrund wird ein einwohnerspezifisches Abfallaufkommen errechnet. Es gestaltet sich so: Wertstoffe 320,98 Kilogramm pro Jahr (60 Prozent des Gesamtaufkommens, - 9,88 Prozent), Gewerbeabfall 57,93 Kilogramm (11 Prozent, + 14,33 Prozent), Restmüll 146,94 Kilogramm (27 Prozent, +1,81 Prozent) und Sperrmüll 10,53 Kilogramm (2 Prozent, + 8,21 Prozent).

Daraus ergibt sich, dass das einwohnerbezogene Gesamtaufkommen (inklusive Wertstoffe) leicht rückläufig war (von 563,85 auf 536,38 Kilogramm). Die eher haushalts- und konjunkturbezogenen Fraktionen (Rest- und Sperrmüll sowie Gewerbeabfälle) stiegen hingegen (absolute Zahlen) in 2015 um 454 auf insgesamt 9165 Tonnen an. Es fällt auf, dass die stoffliche Verwertung zurückgeht, in einigen Bereichen sogar sehr deutlich. Insgesamt nimmt die festgestellte Verwertungsquote (Wertstoffe, Haus- und Sperrmüll) von 69 auf 67 Prozent ab.

Zum Teil in erheblichem Umfang. Bei Grüngut liegt der Rückgang bei rund 15 Prozent (- 115 Tonnen), bei Altholz bei fast 14 Prozent (- 59), bei Elektrogeräten bei circa 11 Prozent (- 23) und beim Bauschutt bei knapp 7 Prozent (- 17). Auch die Verwertungsklassiker wie Altglas (- 5,77 Prozent oder 65 Tonnen), Altpapier (-3,77 oder 119) sowie Alttextilien (- 6,48 oder 19) sind darunter. Lediglich bei den Posten Leichtverpackungen (LVP)/Weißblech, Alu (+ 2,06 Prozent oder 17 Tonnen), Altmetallen (+ 2,53 oder 2) und Hartkunststoffen (+ 9,09 oder 2) war ein Plus zu verzeichnen.

Mitko präsentierte dem Ausschuss die Zahlen auszugsweise und interpretierte sie dahingehend, dass sich daraus keine klaren Trends ablesen ließen. Die Schwankungen würden sich in üblichen Größenordnungen bewegen. Die Stadträte hatten deshalb keine Nachfragen und nahmen den Bericht förmlich zur Kenntnis.
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