Netzwerk des Instituts für Energietechnik an OTH Amberg-Weiden:
Pilotfunktion in Deutschland

"Das Blockheizkraftwerk des Klinikums stellt für uns eine Art verlängerte Laborfläche dar." Zitat: Professor Dr. Markus Brautsch OTH Amberg-Weiden

Schon dreimal erhielt das Institut für Energietechnik (IfE) den Bayerischen Energiepreis. Bei der Schaffung von Branchen-übergreifenden Netzwerken kommt der an der OTH Amberg-Weiden angesiedelten Einrichtung eine Pilot- und Vorbildfunktion in Deutschland zu.

/Weiden. "Das Bundeswirtschaftsministerium benennt unser Netzwerk immer als ,best practice'", erklärte Professor Markus Brautsch bei der jüngsten Tagung am Klinikum Weiden. Nach dem Beispiel des am OTH-Standort Amberg beheimaten IfE mit seinen inzwischen 25 Mitarbeitern sollen bundesweit - flächendeckend - 500 Effizienz-Netzwerke entstehen. Unter dem Dach des IfE kooperieren und tauschen sich derzeit 22 Unternehmen aus, darunter Godelmann, Ponnath, Continental, Siemens, Grammer, Markgraf, BHS Corrugated sowie die Stadtwerke Amberg und Weiden.

Unter der Leitung von Professor Brautsch erarbeitet das Institut bayernweit Energiekonzepte für Kommunen und Stadtwerke. Brautsch spricht von einem "dynamisch lernenden Energie-Netzwerk". Nicht von ungefähr versammelten sich die Netzwerk-Mitglieder im Klinikum Weiden: Das 2014 völlig erneuerte Blockheizkraftwerk (BHKW) versteht sich als - massiv gefördertes - Demonstrations-Vorhaben.

Zunächst erfasste das Institut die energetischen Ist-Zustände mit einer Wirtschaftlichkeits-Betrachtung. Das neue BHKW umfasst zwei Module mit einer Leistung von 250 und 500 Kilowattstunden (kWh). Damit wird die Grundlast abgedeckt. Das Klinikum Weiden hat einen jährlichen Stromverbrauch von 6,6 Millionen kWh und einen Wärmebedarf von 6,8 Millionen kWh. "Das Blockheizkraftwerk des Klinikums mit seinen hocheffizienten Gasmotoren stellt für uns eine Art verlängerte Laborfläche dar", betonte Brautsch. Denn das IfE begleitet dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt permanent, um die Effizienz "kontinuierlich zu optimieren". Der Gesamtwirkungsgrad beträgt 87 Prozent. Brautsch: "Die Wirkung der Pufferspeicher des BHKW zahlen sich gerade in den jahreszeitlichen Übergängen ideal aus."

Das nächste Netzwerktreffen ist am 19. Oktober bei der Großmetzgerei Ponnath in Kemnath.

Das Blockheizkraftwerk des Klinikums stellt für uns eine Art verlängerte Laborfläche dar.Professor Dr. Markus Brautsch OTH Amberg-Weiden
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