Neues Bindeglied zwischen Normal- und Intensivstation
Lösung heißt Intermediate Care

Die neue Intermediate Care Station, kurz IMC, hat im Neubau des Klinikums St. Marien ihren Betrieb aufgenommen. Diese neue Etage fungiert als Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalstation. Bild: Klinikum
Sie ermöglicht es uns, wichtige Funktionen wie Blutdruck, Herzfrequenz oder Sauerstoffsättigung unserer Patienten rund um die Uhr im Auge zu behalten.Angelika Räder über die von ihr geleitete Intermediate-Care-Station

Der rund 60 Millionen Euro teure Neubau macht's möglich: Die ersten sechs Kranken haben ihre Betten auf der Intermediate-Care- Station (IMC) im Klinikum St. Marien bezogen. "Wir behandeln und versorgen hier ab sofort Patienten, deren Vitalfunktionen nach wie vor überwacht werden müssen, die aber nicht mehr der intensivmedizinischen Versorgung bedürfen", wird ärztlicher Leiter Jens Schlör in einer Pressemitteilung zitiert, in der auch steht, welche Rolle die IMC spielt: Sie ist das Bindeglied zwischen der Intensiv- und der regulären Station.

Die neue Einrichtung befindet sich im zweiten Stock des im Januar eröffneten Neubaus (wir berichteten) und besitzt zwölf speziell ausgestattete Bettenplätze. Darunter zwei Isolierzimmer mit eigener Schleuse, die für Patienten mit ansteckenden Erkrankungen bestimmt sind. In diesen Fällen ist eine spezielle Hygiene als Vorsichtsmaßnahme notwendig.

Die moderne medizintechnische Ausstattung ist laut Stationsleiterin Angelika Räder wesentlich umfangreicher als auf einer Normalstation: "Sie ermöglicht es uns, wichtige Funktionen wie Blutdruck, Herzfrequenz oder Sauerstoffsättigung unserer Patienten rund um die Uhr im Auge zu behalten." Sechs Spritzenpumpen, vier Infusionspumpen und ein Monitor seien außerdem Standard an jedem Bettplatz. Angelika Räder ist nach 18 Jahren auf der Intensivstation auf die IMC gewechselt und bringt hier ihr Fachwissen ein.

Das Team um Schlör und Räder besteht aus 15 Pflegekräften und zwei Anästhesisten. Im Schnitt kümmert sich ein Mitarbeiter um drei bis fünf Bettlägrige. Jens Schlör: "Das ist wichtig, denn die emotionale Unterstützung der Patienten und ihrer Angehörigen ist Kern der Intensivüberwachungspflege." Ein weiterer Vorteil: Für Intensivpatienten werden nun wieder mehr Kapazitäten frei.
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